Gnade Gottes

Aus Prophetia
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Die Barmherzigkeit Gottes ist ein kleiner Funke der unendlichen Liebe Gottes und aller Erbarmung daraus.[1] Sie bringt alles zurecht, ordnet die Geister und bewirkt die rechtzeitige Reife einer Welt und aller Geschöpfe auf ihr. Ihre Mutter ist die Geduld Gottes.[2] Die göttliche Barmherzigkeit ist reines Erbarmen für das ganze menschliche Geschlecht, mit dem Ziel, es zu erretten, und wirkt unausgesetzt bei jedem einzelnen Menschen und wendet sich von keinem je ab. Sie besteht nicht darin, alle Menschen aus göttlicher Willkür zu retten, wie immer sie auch gelebt haben mögen, denn der Herr handelt niemals gegen die Ordnung, da er die Ordnung selbst ist.[3]

Inhaltsverzeichnis

Wesen

Die göttliche Barmherzigkeit ist keine unmittelbare, sondern eine mittelbare. Sie besteht darin, daß man vom Herrn geführt wird, in der Welt ebenso wie hernach in der Ewigkeit. Durch die Barmherzigkeit geführt werden jene, die nicht ins Böse verstrickt sind. In dem Maße, wie der Mensch vom Bösen absteht, führt ihn der Herr aus reiner Barmherzigkeit durch seine göttlichen Mittel.[4] Bevor die ausschließliche Kraft der Gnade Gottes jemanden ergreifen kann, muß alles Falsche und Böse aus ihm hinausgeschafft werden.[5]

Die Gnade Gottes ist ein großer Schatz und es hat die Erde nichts, was diesem gleich wäre. Sie ist ein rechtes Licht aus der Höhe der Heiligkeit Gottes. Wem sie zuteil wird, der wird nie einen Mangel haben zeitlich und ewig. Daher soll sich jeder bemühen, sich diese sogleich zu eigen zu machen, denn Gott gibt sie jedem, der sie haben will. Wer die Gnade Gottes nicht empfangen hat, der kann nicht glauben, daß Gott es ist, aus dem alles Leben ewig strömt; er hat nicht den Glauben und wird gleich den Tieren und wird gerichtet. Wer jedoch Gott in seiner Liebe erkennen möchte, über den werden Ströme der Gnade ausgegossen.[6]

Solange ein Mensch nicht zur wahren Furie herabgesunken ist, so lange bleibt auch die Gnade Gottes über ihm; ist aber der Mensch auf der Welt einmal ein kompletter Teufel geworden (konkret z.B. ein feiger Attentäter), da nimmt Gott Seine Gnade von ihm und übergibt ihn dem Gericht der Hölle. (nach Cyrenius)[7]

Der Mensch kann der Gnade Gottes nie würdig sein, da er unmöglich mehr tun kann, als Gott über alles lieben.[8]

Wirkung

Die Barmherzigkeit Gott bewirkte, daß Gott Selbst das Fleisch annahm, um dadurch alle gefangenen Geister aus den harten Banden des notwendigen Gerichtes der Materie in möglichst kurzer Zeit zu erlösen.[9]

Viele kennen und erkennen die Gnade des Herr nicht und wie sie wirkt, sie halten sich für verloren und meinen, der Herr habe sie vergessen, worauf sie dann der Herr mit aller Gewalt ergreift und vor dem Untergang bewahrt. So war und wird ewig die Art des Herrn sein, jene zu führen, die da waren und sein werden auf dem Weg zu Ihm. (nach Joseph)[10] Ein Beispiel dafür ist Die Meerfahrt des Cyrenius.

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.32.7
  2. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.18.15
  3. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 522-523
  4. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 480; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 522
  5. Jakob Lorber, Bischof Martin 10.5
  6. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.4.1; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.41.26
  7. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 140.5-6
  8. Jakob Lorber, Robert Blum 1.42.12
  9. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.18.16
  10. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 184.11-15
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