Jesus Christus

Aus Prophetia
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Der gute Hirte
Jesus Christus ist das lebendige Wort und die ewige Liebe und Weisheit, woraus alles Gute und Wahre fließt, in Gott.[1] Er ist allein der Mittler zwischen Gott und der Menschennatur. Durch den Tod Seines Fleisches und durch Sein vergossenes Blut hat Er allem Fleisch den Weg gebahnt zur Auferstehung und Rückkehr zu Gott.[2]. Er allein ist der verheißene Messias[3] und der alleinige Herr und Gott des Himmels und aller Welt.[4] Wo Christus ist, da ist auch Sein Reich, der innerste und höchste Himmel.[5] Jesus Christus ist von Gott von Ewigkeit her bestimmt, der Erste zu sein, das urgöttliche Leben in Sich zu haben und es jedem zu geben, der an Ihn glaubt und nach Seiner Lehre lebt.[6]

Inhaltsverzeichnis

Wesen

Als Mensch war Jesus kein Gott, wohl aber ein Gottessohn, und zwar der Erste. Der Geist in Ihm war Gott. Als Gottessohn war er eins mit Gott, jedoch dem Leib nach, als Menschensohn, erst nach der Auferstehung. Nicht der Sohn Gottes, sondern nur der Menschensohn, der Fleisch ist, in dem aber die Weisheit Gottes wohnte, wurde gekreuzigt und ist auferstanden. Wer sich nicht daran stößt, wie so viele, sondern glauben und an Seinen Namen halten wird, denen gibt Er die Macht, Kinder Gottes zu heißen, deren Leben und Reich auf ewig kein Ende sein wird.[7] Von gewöhnlichen Menschen, die den Geist Gottes nur zu einem bestimmten Ausmaß inne haben, unterscheidet sich Christus dadurch, daß Er den Geist Gottes in endlosem Maß von Ewigkeit her empfangen hat und Selbst das endlose Meer des Geistes Gottes in Sich ist.[8]

Der Herr hat Sich nicht nur der Juden, sondern auch der Heiden gegenüber gnädig gezeigt. Man braucht Ihn nur zu lieben und kann rechnen, daß einen auch der Herr lieben wird über die Maßen. Man ist dem Herrn angenehmer, wenn man Ihn aus allen seinen Kräften liebt, als wenn man dauernd seiner Sünden gedenkt. Solange einen der Herr nicht wegschickt, soll man sich Seiner nicht unwürdig halten und davonlaufen wollen. Ein Sünder vor dem Herrn ist, der keine Liebe hat. Wer Liebe hat, dem vergibt der Herr, denn Er ist auch ein Herr über Moses von Ewigkeit.[9] Jesus ist nur denen ein Herr, die Seinen Worten abtrünnig sind und sich dennoch in aller Weisheit groß vorkommen. Die aber ihr Herz mit aller Liebe erfüllt haben, ist er kein Herr, sondern ein allmächtiger Bruder nur und gibt ihnen als ein wahrer Vater alles, was Er hat. Wer Jesus liebt, der trägt Ihn in seinem Herzen, und ist daher das, was Jesus Selbst ist, also ein innigster Bruder. Jesus hat einst auch seine zwölf Apostel Brüder genannt.[10] Dem Herrn ist es auch nicht angenehm, wenn man vor Dankbarkeit ob Seiner großen Gnade immer aufseufzt und Ihn durch allerlei unendliche Ausrufungen anbetet, sondern man soll besser heiteren Mutes sein, Ihn als Freund und Bruder behandeln, und Ihn anbeten allein im Geist, der die Liebe zu Ihm ist, und in der Wahrheit, die das rechte Licht ist, das der Flamme der Liebe entströmt.[11]

Am Anfang war der Größte Gott der Nächste. Dieser aber erhob sich und wollte Gott gleich sein, und wollte Gott übertreffen, und entfernte sich darum von Gott. Darum baute Gott dann Himmel und Erde und gab die Ordnung, daß nur das Geringe Ihm am nächsten sein solle. In Jesus wählte Sich Gott alle Niedrigkeit der Welt. Daher sind bei Ihm nur jene die Größten, die gleich Ihm in der Welt wie in sich selbst die Geringsten und Niedrigsten sind.[12]

Gott hat die Niedrigkeit der Welt erwählt, um die Welt zu beseligen, wie es im Buch der Propheten steht. Wäre Er vor aller Welt Augen in aller Seiner ewig unendlichen göttlichen Majestät zur Erde herabgekommen, dann wäre dadurch alle Welt zum Untergang gerichtet worden. Er ist zum Fall der Welt der Großen und Mächtigen gekommen, und zur Erlösung der Armseligen, ein Trost den Betrübten, und zur Auferstehung derer, die im Tode sind. (nach Joseph)[13]

Göttlichkeit

Jesus Christus ist der alleinige Gott aller Himmel und Welten in aller endlosen ewigen Fülle der göttlichen Macht, Kraft, Gewalt, Heiligkeit, Gnade, Liebe und Erbarmung, welches alles Seine ewige Ordnung, Weisheit oder die göttliche Gerechtigkeit ist.[14] Er ist derselbe, der ewig war, der Himmel und Erde erschaffen hat, der zu Noahs Zeiten regnen ließ vierzig Tage und Nächte und alle ihm widrige Kreatur ertrinken ließ, der dem Abraham den Isaak gab, der die Israeliten aus Ägypten führte, der mit Moses auf dem Sinai redete und durch den David siegte über den Riesen.[15] An Seiner Seite ist man für ewig sicher, denn keine Macht kann Ihm trotzen.[16] Alle endlose Weisheit ist aus Ihm, weshalb auch Er allein der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. (nach Johannes)[17]

Im ganzen Himmel wird außer Jesus Christus niemand als Gott des Himmels anerkannt. Man sagt dort, wie Er selbst gelehrt hat, daß Er eins sei mit dem Vater in Ihm und Er im Vater sei; daß alles Heilige aus Ihm hervorgehe Joh 10.30, Joh 10.38, Joh 14.10, Joh 14.16, Joh 14.13-14. Wer Ihn annimmt, der nimmt auch den Vater an; was man Ihm tut, das tut man auch dem Vater; was der Vater tut, das tut auch Jesus.[18]

Die Angehörigen der (wahren inneren) Kirche können nicht bezweifeln, daß Jesus Christus der Gott des Himmels ist, lehrt Er doch Selbst, daß alles, was der Vater habe, Sein sei Matth 11.27, Joh 16.15, Joh 17.2, und daß Er alle Gewalt im Himmel und auf Erden habe Matth 28.18.[19]

Jesus ist der wahrhaftige, allereigentlichste, wesenhafte Gott als Mensch, aus dem erst alle Gottheit, welche die Unendlichkeit erfüllt, als der Geist Seiner unendlichen Macht, Kraft und Gestalt gleich den Strahlen aus der Sonne hervorgeht. Jesus ist der Inbegriff der gänzlichen Fülle der Gottheit oder: In Jesu wohnt die Gottheit in ihrer allerunendlichsten Fülle wahrhaft körperlich wesenhaft.[20]

Der selige Paulus erklärt, selig seien jene, die in Christus den wahrhaftigen ewigen Sohn des lebendigen Gottes sehen. Aber nur die Ihn lieben über alles, werden in Ihm den göttlichen Vater schauen, denn durch die Liebe erst werden wir zu wahrhaftigen Kindern Gottes.[21]

Menschheit

Der Leib von Jesus war aus einer irdischen Mutter (Maria), jedoch nicht durch einen irdischen Vater auf die gewöhnliche Art gezeugt, sondern allein durch den allmächtigen Willensgeist Gottes, was bei ganz reinen und gottergebenen Menschen möglich ist. (siehe: Zeugung)[22]

Als Mensch mußte Sich Jesus streng danach richten, was der Vater im Himmel Ihm auferlegte. Durch seine Einheit mit dem Vater ist zwar auch alles Sein, was des Vaters ist, denn Er und der Vater sind eins Joh 10.30, aber dennoch steht in Jesus selbst die Liebe (Vater) höher als die Weisheit (Jesus), ihr Licht. Daher kann Seine Weisheit Seiner Liebe keine Gesetze geben, sondern nur umgekehrt.[23]

Jesus lebte bis zum dreißigsten Lebensjahr als einfacher Zimmermann mit seinem Vater und seinen Brüdern (väterlicherseits) und mußte Sich durch den Lebenswandel nach den mosaischen Gesetzen die Gottheit in Sich wie jeder Mensch erwecken. Er mußte wie jeder andere Mensch erst an einen Gott zu glauben anfangen und Ihn dann zunehmend mit aller Selbstverleugnung mit stets mächtigerer Liebe erfassen und Sich also nach und nach die Gottheit erst völlig untertan machen. So war Er, als der Herr Selbst, ein lebendiges Vorbild für jeden Menschen. Durch diese Menschwerdung Christi kann nun ein jeder Mensch Christus geradeso anziehen, und mit Ihm selbständig ebenso völlig Eins werden durch die Liebe und den Glauben, wie Er Selbst die Gottheit in Sich angezogen hat und als Gottmensch völlig eins ist mit der Gottheit. Luk 2.52 [24]

Die Kindes-Wunder Jesu und dessen göttlich geistige Tätigkeit (die anscheinend im Widerspruch mit Seiner Menschlichkeit stehen, wonach Jesus ja wie ein gewöhnlicher Mensch erst Gott in Sich erwecken mußte) werden mit dem Anblick eines Baumes vom Frühjahr bis in den Herbst verglichen. Im Frühjahr blüht der Baum wunderbar, danach wird der Baum wieder, als wäre er untätig. Gegen den Herbst hin aber erscheint der Baum wieder in seiner vollsten Tätigkeit und trägt Früchte. Dieses Bild, wonach die volle Einung der Fülle der Gottheit mit dem Menschen Jesu nicht auf einen Schlag, sondern erst nach und nach unter der Leitung Gottes, gleich dem sukzessiven Erwachen des göttlichen Geistes im Menschenherzen, und erst durch den Kreuzestod vollends erfolgt ist, obschon die Gottheit in all ihrer Fülle auch schon im Jesuskind wohnte, aber zur Wundertätigkeit nur in der Zeit der Not auftauchte, kann man nur mit dem Herz fassen, sobald man aus dem Herz heraus rein wird, aber nicht mit dem Weltverstand.[25]

Wort Gottes

Die höchste Offenbarung aller Zeiten ist Gott Selbst als Jesus Christus (das Wort Gottes) im Fleisch der Menschen. Wer sich an Seine Worte hält und genau danach lebt und handelt, der wird bald innewerden, daß diese Worte nicht Menschenworte, sondern Gottesworte sind, die in sich selbst Leben, Licht und die ewige Wahrheit sind.[26]

Aussehen und Charakter

Jesus war von Seiner Geburt her ein Jude.[27] Er Selbst beschreibt Sich als im Vergleich zu jugendlich aussehenden Engeln aufgrund Seiner rauhen, ausgearbeiteten Hände, Seiner von der Sonnenhitze ziemlich stark gebräunten Haut und Seinem Alter (30+) nicht besonders anziehend.[28] Der Herr beschreibt Sich als einen rauhen Zimmermannssohn oder arbeitsmüden Tagwerker, der Sein Handwerk bis in Sein dreißigstes Jahr ausgeübt hat, um Sich und Seinen irdischen Eltern, Brüdern und Schwestern (Geschwister väterlicherseits und adoptierte) das tägliche, kümmerliche Brot zu verdienen, und der sehr grobe Hände hatte, mit vielen Schwielen versehen. Er war in grobe Kleider gehüllt, von der Sonne verbrannt, mit Bart und groben Arbeitsfalten und Striemen im Gesicht. Er hatte durchaus keine feine Rede; mitunter fürs Volk herzlich, aber nie fein. So wie Er war, ist Er auch heute noch (im Geiste): weltlich ungeschliffen, geraden, aber stets ewig wahren Wortes, ein Feind aller Weltpracht, die den Geist verdirbt. Er schaut auf sonst nichts als nur aufs Herz und auf dessen Werke.[29] Jesus hält keine langen Reden, er redet stets nur kurz und pflegt mit wenigen Worten viel zu sagen.[30]

Nach der Beschreibung von Jarah war Jesus Seiner Gestalt nach ein nicht besonders schöner Mann, mehr klein von Statur, und Seine Hände rauh und vernarbt. Sein Kopf war würdevoll und Sein Auge außerordentlich schön. Um den Mund hatte Er einen überaus freundlichen, aber auch würdevoll ernsten Zug. Seine Stimme wurde als wahrhaft männlich hinreißend beschrieben und hörte sich für das Ohr angenehmer als der schönste und reinste Gesang an.[31] Heme beschrieb Jesus als ein Mann von wunderbar freundlichem und dabei höchst weisem und würdigem Aussehen, gekleidet in die Tracht der Galiläer.[32]

Nach Kornelius war Jesus ein abgesagter Feind von öffentlichen und äußerlichen Ehrenbezeigungen. Ihm galt nur die stille innerste Ehrenbezeigung, die sich in der Liebe des Herzens ausspricht. Alles Äußere war Ihm überaus lästig, und eine öffentliche Vergötterung und Zeremonie würde Ihn anstatt anzuziehen eher für immer vertrieben haben.[33] Jesus sagt, Er sei nicht in die Welt gekommen, um Sich von den Menschen ehren und anbeten zu lassen, sondern um ihnen die Wege der Wahrheit und des Lebens zu zeigen und den Notleidenden zu helfen.[34] Jesus liebte, was vor der Welt klein und von ihr verachtet war, denn es steht geschrieben: "Was vor der Welt groß ist, ist vor Gott ein Greuel." Lk 16.15 [35]

Jesus war ein stiller, viel denkender, aber wenig redender Mensch und sonst ein äußerst gesitteter Mann. Vor Seinen Lehramtsjahren (nach dem 12. Lebensjahr) wird Er als sehr wortkarg beschrieben. Er antwortete auf Fragen entweder gar nicht oder nur sehr einsilbig, sodaß Ihn die finsteren Nazaräer und ihre Umgebung für einen Tölpel hielten. Er hat sich stets ordentlich und überaus gottesfürchtig benommen. Man sah Ihn sehr oft anhaltend beten. Nie hat Ihn jemand (schadenfreudig) lachen gesehen, aber dafür oft weinen in geheimen stillen Orten, die Er oft zu besuchen pflegte. Man hörte Ihn nie streiten und sah Ihn auch nie den Frauen und dem Wein huldigen. Er lebte Sein Leben lang enthaltsam und pflegte keine Affären mit Frauen. Er floh lustige, lärmende Gesellschaften und liebte die Einsamkeit. Man sah Ihn nur selten in einer Synagoge, ebensowenig in einer Schule. In einem Bethaus wurde Er überhaupt nie gesehen. Eine stete und bescheidenste Nüchternheit war Seines Lebens vorherrschender Charakterzug. Daneben war Er stets sehr demütig und barmherzig gegen die Armen und Kinder und verlangte für Seine ausgezeichnete Zimmermannsarbeit stets einen nur ganz kleinen Lohn, den er gewissenhaft an Seine Eltern abführte.[36] Jesus lebte besitz- und geldlos.[37] Ebenso Seine mit Ihm ziehenden Jünger.[38]

Für Aussehen und Charakter des jungen Jesus siehe Kindheit Jesus.

Familie und Abstammung

Heilige Familie, Claudio Coello, 17. Jhdt.
Jesus Christus nahm aus dem Stamm Seths Fleisch und Blut an.[39]

Die sogenannten Brüder und Schwestern Jesus Mt 13.55 waren Kinder Josephs aus seiner ersten Ehe, aber nicht Kinder Marias. Marias erster und einziger Sohn war Jesus. Die Schwestern waren nicht Töchter Josephs, sondern dessen arme Verwandte; man nannte sie darum auch Schwestern, weil sie ganz nach dem Sinn und Willen Josephs und Marias lebten und handelten.[40]

Drei Brüdern zogen mit Jesus, nämlich Jakobus, Simon (Sohn Josephs) und Johannes; zwei blieben daheim, betrieben das Handwerk von Joseph weiter und versorgten Maria, bis sie Jesus dem Johannes zur weiteren Versorgung übergab.[41]

Wundermacht

Jesus hatte schon von Kindheit an viele Wundertaten stets zum Wohl der irgend bedrängten Menschheit verübt, ohne von jemandem je irgendeinen Lohn zu verlangen. Viele Menschen und Er Selbst bezeugten, daß es sich dabei nicht um Dichtungen handelt.[42] Er war mehr als ein Prophet, denn bei diesen allen mußten anhaltende Gebete und Fasten einer Wundertat voran gehen, bis Gott sie für würdig hielt, eine Wundertat durch sie verrichten zu lassen.(Zeugnis von Philopold)[43] Er verrichtete Seine Taten nicht mit der Hilfe des Beelzebub, ansonsten Er schon lange verraten und gerichtet worden wäre, sondern nur mit der Kraft und Macht Gottes in Sich, die ewig nur Gutes und nie etwas Böses will.[44] Wurde Er gefragt, aus welcher Macht und Kraft Er Wunder verrichte, antwortete Er: "Aus Meiner höchst eigenen, und Ich benötige hierzu keines Menschen Hilfe!"[45]

Jesus war auch kein Zauberer; Seine Wunder gründeten nur in der Macht Seines Willens. Er konnte weit mehr tun, als ein Genie im Fach der Magie tun könnte. Jesus vollbrachte Taten, die nur Gott allein möglich sind. Er verwendete keine Zauberzeichen, Zaubersprüche, Amulette, Zauberstäbe und machte auch keinen Wirbel um das was Er tat. Auch bedurfte Er keiner Wundersalben, Kräuter und Wurzeln und war alles andere als ein verschlossener, mystischer, großtuender Schausteller, sondern ein ganz offener, gutmütiger und überaus zuvorkommender artiger Menschenfreund und Selbst Mensch im vollendeten Sinn. (Zeugnis verschiedener Zeitgenossen)[46]

Die Wunderkraft des Messias bewirkt keine magisch-wunderbare Erlösung. Sie ist nur da, um den Glauben zu wecken und die Seele zur Tat nach Seiner Lehre anzueifern.[47]

Herr über die Schöpfung

Jesus vermochte schon als Kind allen Elementen zu gebieten mit einer Kraft, die nur einem Gott möglich sein kann.[48] Ihm gehorchten Wind und Meer, alle bösen und guten Geister, selbst die Himmelskörper gehorchten Seinem Willen.[49]

Allwissenheit

Niemand konnte sich vor Jesus verbergen; verbarg Er sich aber vor den anderen Menschen, so war es niemandem möglich, Ihn zu finden, bis Er sich freiwillig finden ließ.[50]

Wenn Jesus etwas wissen wollte, dann lag es schon in Seiner Natur, daß Er es wußte.[51] Er hat nie Lesen und Schreiben gelernt, dennoch gab es keine Schrift der Welt, die Er nicht lesen konnte. Er schrieb auch in allen Sprachen und war in allen Künsten bewandert. Jesus betont, es handle sich hierbei nicht um Übertreibungen, sondern um buchstäbliche Wahrheit.[52]

Er wußte, was die Menschen insgeheim verbargen, dachten oder miteinander beredeten und vermochte auch in die Herzen derselben zu sehen. Ihm blieb nichts verborgen.[53]

Heiland

siehe Heiland

Mission

Mosaik aus dem 6. Jhdt in Sant'Apollinare Nuovo in Ravenna
Der Herr ist Mensch geworden und hat Sein Göttliches mit Menschlichem vom Ersten bis zum Letzten bekleidet. Dies geschah, weil das Göttlich-Menschliche, aus dem sich der Himmel vor der Ankunft des Herrn bildete, nicht länger genügte, um alles zu erhalten, weil der Mensch, der die Unterlage des Himmels ist, die Ordnung erschüttert und zerstört hatte.[54]

Gott hat Seinen eingeborenen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß Er diese Welt richte, sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde Joh 3.17, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geist auferstehe zum ewigen Leben. Daher brachte Jesus nicht Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln. Wer immer, ob Jude oder Heide, an Ihn glauben wird, der wird ewig nimmer gerichtet und dadurch verdorben werden.[55]

Der Gottmensch brachte das wahre, ewige Leben; bis dahin lebten die Menschen nur ein aus der Liebe Gottes getrenntes Leben; siehe Trennung von Liebe und Leben in Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.252[56]

Trotz Seiner Allwissenheit und Allmacht zwang Jesus nie jemanden, sondern jeder blieb frei, nach dem Gesetz zu handeln oder auch nicht. Auch die Folgen der Handlungen hingen nicht von der Willensmacht Jesu ab, sondern von der Ordnung und Heiligung der gegebenen Gesetze in der Natur, wie auch in der Moralsphäre der Menschen untereinander.[57]

Wegbereiter und Vorbild

Jesus ist auf die Erde gekommen, um den Menschen den Weg zur wahren, selbständigen, ewigen Lebensfreiheit zu zeigen durch Wort und Tat und ihn durch Sein Beispiel zu bahnen. Nur auf diesem Weg allein ist es möglich, in die unendliche Herrlichkeit des göttlichen Vaters einzugehen. Weil die Menschen den göttlichen Vater nicht erkannten, ist Er Selbst gekommen, um Ihn den Menschen zu zeigen und kennen zu lehren. Alle die an den vom Vater ausgesandten Sohn des Menschen, Jesus, glauben, sollen das ewige Leben und die Herrlichkeit des Vaters in sich haben, um wahrhafte Kinder Gottes zu werden und für ewig zu bleiben.[58]

Vor der Niederkunft Jesu war Gott ein unschaubarer Gott, wie es auch im Moses Ex 33.20 heißt, daß niemand Gott sehen kann und leben. Seither aber ist Gott für jedermann ein schaubarer Gott, und jeder, der Jesus sieht, lebt und wird ewig leben.[59]

Überwindung des Gesetzes

Die Menschen mußten durch Gesetze gebunden und zur Ordnung geführt werden, daß ihnen nur eine maschinenartige Bewegung, nahe gegen alle ihre Neigungen stehend, übrigblieb. Durch das Gesetz war demnach eine weite Kluft gestellt, über die kein Geist und kein Wesen mehr einen Sprung machen konnte. Auf solch eine Einschränkung erschien dann das göttliche Ursein in Seiner eigenen Urfülle, und zwar in der Person Christi. Die Urgnade kam wieder, nahm auf Sich alle Schwächen des Lebens der Menschen und gab ihnen dafür eine neue Gnade, ein neues Leben, voll des wahren Lichtes und zeigte ihnen in diesem und durch Sich Selbst den rechten Weg und den rechten Zweck ihres Seins. Die Christus erkannten, erhielten eine wahre Kenntnis von Gott und konnten nun zum ersten Mal Gott, Den vorher nie ein Wesen in Seiner Fülle schauen konnte, neben sich und außer sich beschauen und erkennen und durch Ihn auch sich selbst und die eigene allerfreieste Lebensbestimmung. So ist auch die unübersteigbare Kluft, die durch das Gesetz gestellt wurde, wieder aufgehoben worden. Jeder Mensch konnte und kann nun immer aus dem Joch des Gesetzes treten, so er seinen alten Menschen gegen den neuen aus Christi umtauscht. Darum heißt es, daß man den alten Menschen ausziehen und den neuen anlegen solle. Oder: Wer das alte Leben lieb hat, der wird es verlieren; wer es aber flieht, der wird es, als nämlich ein neues, erhalten. Das ist das lebendige Evangelium Gottes.[60]

Der Herr hob das harte Mosaische Gesetz der Strafen auf, damit das gute Erdreich im Herzen, die Liebe, reicher werde. Nur durch die Liebe können Wort und Lehre des Herrn gleich einem Samen aufgehen zu einem Baum der wahren Erkenntnis Gottes und unserer selbst, und man kann von diesem Baum dann zur rechten Zeit vollreife Früchte zum ewigen Leben sammeln. Denn wer nach dem Gesetz straft, hat wenig oder oft auch gar keine Liebe; bei ihm wird der göttliche Wortsame ganz schlecht gedeihen. Und der Gestrafte befindet sich ohnehin im Gericht, in dem keine Liebe ist, da das Gericht der Tod der Liebe ist. Zudem zieht das Gericht über die Schwachen (Sündern) am Ende einen selbst ins Verderben. Hingegen Nachsicht und Geduld mit den schwachen Brüdern begünstigt die Liebe in einem selbst ebenso wie in den Schwachen. (nach Nathanael)[61]

Sieg über den Tod und die Hölle

Jesus kam in die Welt, damit durch Ihn alle Werke und Gesetze des Todes vernichtet werden und an ihre Stelle die alten Gesetze des Lebens treten müssen. Würde Er, als der Lebendige, die Gesetze des Lebens nicht festhalten, dann wäre über die Menschen schon lange der ewige Tod gekommen.[62]

Vor Jesus war es für die Menschen der Erde unmöglich, so vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist, da der Tod auf der Erde das Zepter führte. Nun aber ist dies jedem möglich, der sich ernstlich bemüht, nach der Lehre Jesu zu leben.[63]

Die Hölle übte eine derartige Gewalt über die ganze Erde aus, daß Gott Selbst in die Materie herabkommen mußte, um dieses alte Gericht zu durchbrechen und dadurch der Hölle einen Damm zu setzen, den sie nicht mehr durchbrechen wird, wie es davor der Fall war. Der Allerheiligste mußte Sich mit der Unheiligkeit der menschlichen Schwachheit bekleiden, um Sich der Hölle wegen ihrer Besiegung als ein starker Held nahen zu können.[64]

All die Kinder, die Satana (Satan) gefangen genommen hatte, wurden ihr durch das Kreuz auf Golgatha wieder entrissen.[65]

siehe Erlösung

Retter der Sünder

Wer wäre vor dem Herrn würdig? Jesus ist nicht zu den Starken, so sie irgendwo seien, gekommen, sondern nur zu den Schwachen und Kranken kam Er. Ein Gesunder bedarf des Arztes wohl nicht; nur der Kranke und Schwache.[66] Die Gerechten aus dem Gesetz heulen und knirschen mit den Zähnen, aber der Herr sitzt in den Häusern der Sünder zu Tisch, heilt sie und nimmt sie zu Seinen Kindern an. Er sucht die Verlorenen und Kranken, die hart Gefangenen und Bedrängten, um sie zu heilen, zu erlösen und zu befreien, während die Gerechten am Gesetz ungerechtfertigt aus Seinem Haus ziehen. Den Zöllner und Sünder preist Er in Seinem Haus, aber den Gerechten belastet Er mit einer starken Bürde. Eine Hure salbte Ihn, und die Schuld einer Ehebrecherin zeichnete Er in den Sand, und die Sünder rührten Ihn an, verflucht aber war ein Gesetzesritter und Schriftgelehrter, der Ihn anrührte. Er zieht die des Gesetzes Last getötet hat aus den Gräbern, aber den Buchstabenfressern des Gesetzes macht er das Tor zum Leben so eng wie ein Nadelöhr.[67]

Reich Gottes

Jesus ist nicht in diese Welt gekommen, um Sich zu einem Weltfürsten zu machen und den Juden ein weltliches Reich zu gründen, sondern allein um das Gottesreich alles Lebens zu bringen, allen Menschen die eines guten Willens sind, und das Reich des Satans, welcher der Tod auf Erden ist, zu verderben.[68]

Der Messias hat ein neues Reich auf dieser Erde gegründet, aber kein materielles Weltreich, sondern ein Gottesreich inwendig im Menschen und ohne alles Weltgepränge, ein Reich des Geistes, der Wahrheit, der rechten Freiheit aus der Wahrheit, unter der alleinigen Herrschaft der Liebe. Die Welt ist berufen, in dieses Reich einzugehen und so das ewige Leben zu erlangen. Folgt sie diesem Ruf nicht, so wird sie zwar bleiben, wie sie ist, aber am Ende den ewigen Tod überkommen. Der Messias ist nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern nur um alle die in der Finsternis des Todes wandeln, zum Reich der Liebe, des Lichtes und der Wahrheit zu berufen. Damit ist aber nicht Seine Persönlichkeit gemeint, sondern Seine Lehre, denn diese ist das Reich Gottes und gibt jedem, der danach lebt, das ewige Leben. Jesus wird niemanden richten; aber Sein Wort wird die Menschen, zu denen es gesagt wurde, richten, so wie die Wahrheit die Lüge richtet und tötet.[69]

Alle die auf eine Neugründung eines Reich Gottes auf Erden mit äußerem Schaugepränge warteten (und warten), täuschen sich in ihrer blinden Hoffnung, denn ein solches wird auf der Erde niemals gegründet in der lebendigen Wahrheit aus und in Christus. Falsche Propheten werden das im vorgeblichen Namen des Herrn tun, aber der Herr wird in solchen Reichen niemals wohnen.[70]

Erlösung der Vorväter

Vor der Menschwerdung des Herrn ist noch keine Seele, die den Leib verlassen hat, der Erde entrückt worden. Zahllos viele, von Adam angefangen, schmachteten noch alle in der Nacht der Erde. Jesus öffnete allen den Weg von der Erde in die Himmel. Auf diesem Weg werden sie alle zum ewigen Leben eingehen.[71]

Leben

Christus kam ganz arm und klein und anscheinend schwach zur Erde, gab beinahe dreißig Jahre lang (außer bis zu seinem zwölften) kein Zeichen vor den Augen der Großen (im Land der Juden), sondern arbeitete schwer als Zimmermann und gab sich mit dem gemeinen Proletariat ab. Für die stolzen und hochweltweisen Juden, die eine fürchterliche Schreckensgestalt erwarteten, die feuriger als die Sonne strahlen, alle möglichen Berge herumwerfen, alle Herrscher vernichten, und sie unsterblich machen und ihnen alles Geld der Welt verschaffen sollte usw., war er daher kein akzeptabler Messias, sondern ein Gotteslästerer, ein mit dem Satan im Bund stehender Magier, ein barfuß herumlaufender, grober und roher Zimmermannsgeselle, der mit dem gemeinsten Gesindel befreundet war, Huren annahm und mit öffentlich bekannten Sündern aß und trank und somit allem widerstrebte, was sie vom Messias erwarteten.[72]

Kindheit

Anbetung der Hirten (17. Jhdt.)
Jesus Christus wurde zu Bethlehem Mt 2.1 in einem Schafstall von der reinen und frommen Jungfrau Maria geboren. Der Tag Seiner Geburt war nach dem Römer Markus der 7. Januar in der Mitternacht, im Jahr 4151 nach der Entstehung Adams.[73] Als Herodes davon hörte, den Juden sei ein mächtiger König geboren worden, wollte er alle männlichen Kinder bis zum 12. Lebensjahr ermorden lassen, worauf das Jesuskind mit Seiner Familie nach Ägypten flüchtete.[74] Später kehrte die Familie zurück und lebte in dem Städtchen Nazareth, das am oberen Jordan lag und nicht mit dem Ort Nazareth im Gebirge ident ist. Dort kannte man Jesus als den Sohn von dem Zimmermann Joseph mit seiner zweiten Frau Maria. (nach Roklus)[75]

siehe Kindheit Jesu

Im zwölften Jahr tat Jesus ein Wunder unter den Gelehrten im Tempel von Jerusalem durch Seine Weisheit.[76]

siehe Jesus im Tempel

Jünglingsjahre

Nach den Ereignissen im Tempel zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr anläßlich der Hochzeit in Kana offen kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete wie jeder andere Mensch gleich seinem Vater Joseph als Zimmermann.[77] In der Zeit zwischen dem 12. und 30. Lebensjahr verbarg Jesus Seine Wundermacht vor den finsteren Menschen Seiner Umgebung und setzte sie nur heimlich ein.[78] Aus diesem Grund verlor sich bei vielen Menschen der erste wunderbare Eindruck. Selbst die damals am meisten Aufgeregten sagten, die Geburt des Herrn sei bloß durch ein an sich selbst merkwürdiges Zusammentreffen aller möglichen Umstände und Erscheinungen so wunderlich berühmt geworden, mit denen aber Seine Geburt sicher in keinem Verband stünde.[79]

Von Seinem zwölften bis zu Seinem dreißigsten Jahr fühlte Jesus in Sich fortwährend auf das lebendigste die allmächtige Gottheit; er wußte es in Seiner Seele, daß alles, was die Unendlichkeit faßt, Seinem leisesten Wink untertan ist und ewig sein muß. Dazu aber hatte er den größten Drang in Seiner Seele, über alles zu herrschen. Stolz, Herrschlust, vollste Freiheit, Sinn fürs Wohlleben, Frauenlust und dergleichen mehr, also auch Zorn, waren die Hauptschwächen Seiner Seele. Aber Er kämpfte aus dem Willen der Seele gegen alle diese mächtigsten tödlichsten Triebfedern Seiner Seele. Den Stolz demütigte Er durch die Armut; dem alles zugehörte, durfte dennoch nichts 'Mein' nennen. Die Herrschlust bändigte Er durch die Untertänigkeit und durch den willigsten Gehorsam zu denen, die wie alle Menschen gegen Ihn wie gar nichts waren. Seine ewige, allerhöchste Freiheit bestürmte Er, daß Er Sich, wennschon endlos schwer, den Menschen wie ein sklavischer Knecht zu den niedrigsten Arbeiten gefangen gab. Den stärksten Hang zum Wohlleben bekämpfte Er durch oftmaliges Fasten – aus Not, und auch aus dem freien Willen Seiner Seele. Die Frauenlust bekämpfte Er durch schwere Arbeit, magere Kost, Gebet und den Umgang mit weisen Männern.[80]

Was die Frauenlust betraf, hatte Er ungemein viel auszustehen, da Sein Äußeres und der Ton Seiner Rede von höchst einnehmender Art waren, weswegen die von Cyrenius dem Joseph zur Erziehung gegebenen fünf verwaisten Mädchen in Ihn allesamt sterbensverliebt waren und untereinander wetteiferten, Ihm am besten zu gefallen. Ihm gefiel solche Liebe wohl; aber dennoch mußte Er allzeit zu jeder sagen: "Rühr mich nicht an!"[81]

Da Er die Bosheit, Hinterlist, Heuchelei, Verschmitztheit und Selbstsucht der Menschen mit einem Blick durchschaute, war Er sehr erregbar und konnte leicht beleidigt und erzürnt werden. Aber da mäßigte Er Sein göttliches Gemüt durch Liebe und Erbarmung. Solcherart übte Er Sein Leben durch lauter schwerste Selbstverleugnungen, um dadurch die zerrüttete ewige Ordnung wiederherzustellen. Als Mensch hatte Jesus die achtzehn Jahre unter beständigen harten Versuchungen und Bekämpfung derselben zugebracht.[82]

Lehramtsjahre

Jesus ermahnt die Apostel (19. Jhdt.)
Jesus hatte Sich vor Seinen Lehramtsjahren und nach der Rückkehr aus Ägypten nie aus Galiläa entfernt, war daher auch kein Schüler der Essäer. Er ging nur manchmal mit Seinem Vater und Seinen Brüdern nach Jerusalem und einmal nach Sidon, um dort ein Haus zu bauen. Als Jesus 30 Jahre alt war, gab Er das Handwerk auf, um den Willen Seines Vaters im Himmel zu erfüllen, weswegen Er in diese Welt gekommen ist. Er verließ das elterliche Haus und zog in die kleine Wüste bei Bethabara unweit des Ausflusses des Jordans aus dem See (Genezareth). Dort bereitete Er Sein menschliches Wesen durch Fasten und sonstige Übungen für das beginnende Lehramt vor und ließ Sich von Johannes dem Täufer taufen. Daraufhin nahm Er Jünger an, die Er Gott und den Nächsten lieben und das Gottesreich lehrte, und warnte sie vor dem Sauerteig (der verderbten Lehre) der Pharisäer. Dabei machte Er die Kranken gesund und trieb die bösen Geister aus den Besessenen aus.[83]

Zeitlicher Ablauf:

Schon zu Jesu Lebzeiten drang Seine Lehre bis nach Europa, Persien und sogar bis nach Indien und Ägypten vor. Die Verbreitung hing damals stark von der Anbindung ab, z.B. abgelegene Ortschaften in Palästina lernten Jesus und Seine Lehre trotz relativer Nähe erst später kennen.[84] Auch die Zahl der bekehrten Heiden aus allen Teilen und Gegenden der Erde war schon zu Seinen Lebzeiten um tausend Male größer als die der Juden.[85] Die Juden hielten Ihn zumeist für einen großen Propheten und wollten von einem Gottessohn nicht viel hören und wissen, obschon bei und mit Ihm noch alles in Erfüllung ging, was die Propheten über Ihn geweissagt haben.[86]

Kreuzigung

Jesus war dem Leib nach ein sterblicher Mensch wie jeder andere. Er wurde in Jerusalem gekreuzigt zum Zeugnis wider die argen Juden, Hohenpriester und Pharisäer und zu ihrem Gericht. Nur dadurch wurde ihre Macht für immer gebrochen und der Satan - Lüge, Trug, Stolz, Habsucht, Eigenliebe, Haß, Herrschgier, Mordlust und Hurerei - der die Menschenwelt beherrscht hat, wurde machtlos und konnte die Menschen nicht mehr so sehr wie davor verführen und sie ins Verderben stürzen. Der höchste Hochmut kann nur durch die tiefste Demut zugrunde gerichtet werden, weswegen die Kreuzigung notwendig war.[87]

Siehe Kreuzigung und Leiden Jesus

Auferstehung

Die Seele von Jesus mußte vor der Auferstehung Seines Fleisches in die Unterwelt hinabsteigen und dort alle Leibesnaturgeister frei machen, die im Fleisch Seines Fleisches noch auf die Erlösung warteten.[88]

Siehe Auferstehung Jesu

Wiederkunft

Die angekündigte Wiederkunft des Herrn Mt 24.30 Mt 26.64 Mark 13.26 Luk 21.27 auf Erden findet nicht im Fleisch, sondern nur im Geiste, im Wort, statt.[89] Er wird nicht mehr aus einer Frau als Kind geboren, sondern nähert Sich den Menschen durch wahrhaftige Seher, Weise und neu erweckte Propheten; es weissagen auch Frauen und Junge haben helle Träume und verkünden die Ankunft des Herrn. Viele werden sie anhören und sich bessern, aber die Welt wird sie als Verrückte bezeichnen und ihnen nicht glauben. Die neu und rein wiedergegebene Lehre des Herrn wird durch die modernen Medien (Buchdruck, Internet) verbreitet und daher um vieles schneller und wirksamer um die ganze Erde verbreitet als früher durch mündliche Überlieferung.[90]

Wenn wenigstens ein Drittel der Menschen die neu wiedergegebene Lehre des Herrn bekannt ist, dann kommt Er auch hin und wieder persönlich und leibhaftig sichtbar zu jenen, die Ihn am meisten lieben und die größte Sehnsucht nach Seiner Wiederkunft haben. Aus ihnen werden Gemeinden gebildet, denen die Welt nicht mehr widerstehen kann und so wird die Erde gereinigt werden.[91]

In der Zeit der neuen Seher und Propheten wird großes Trübsal und Bedrängnis unter den Menschen sein, wie sie auf Erden noch niemals da war, die aber nur kurze Zeit anhalten wird. Mt 24.21 Mark 13.19 Luk 21.23 Der Herr wird nicht wieder in Palästina auftreten, sondern in einem anderen Weltteil (Amerika + Europa) wird Er ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des fortwährenden lebendigen Glaubens. Die Furcht vor dem Tod des Leibes wird nicht mehr unter den Menschen sein, die im Licht des Herrn wandeln und beständigen Verkehr und Umgang mit den Engeln des Himmels haben werden.[92]

siehe Weltgericht und Neue Welt

Lehre

siehe Evangelium

Verehrung

In Jesus' Macht und Gewalt liegen Himmel und Erde, und dennoch ist Er von ganzem Herzen sanftmütig und demütig und ist da, um allen - Hohen und Niederen - zu dienen. Wer Ihm darin nachfolgt, der ehrt Ihn dadurch am besten.[93] Wer an Jesus glaubt, Ihn liebt wie einen besten Bruder und Freund, und nach Seinem Wort handelt, der tut für immer genug an Verehrung und alles darüber ist eitel, dumm und abgöttisch und führt zu nichts.[94]

Jesus ist nicht in die Welt gekommen, um Sich von den Menschen ehren und anbeten zu lassen, sondern um ihnen die Wege der Wahrheit und des Lebens zu zeigen und den Notleidenden zu helfen.[95]

Siehe Verehrung

Geistige Gegenwart

Die geistige Gegenwart des Herrn läßt sich an folgenden Zeichen erkennen:

  1. Der Herr wird mehr geliebt als alles in der Welt.
  2. Mitmenschen werden aus Liebe zu Gott so geliebt, wie man sich selbst liebt.
  3. Es wird einem alles gegeben, worum man den Vater in Christus ernstlich bittet (keine weltlichen Dinge).
  4. Leiblich kranke Menschen werden aus Nächstenliebe im Namen des Herrn durch Hände auflegen, auch im Geiste aus der Ferne, geheilt (so es ihrem Seelenheil dient).
  5. Die geistige Wiedergeburt wird erreicht (Einheit mit Christus, der geistig Wiedergeborene kann tun wie der Herr).[96]

Einwände

Jesus nimmt an Weisheit und Gnade zu?

In der Schrift heißt es: "Jesus nahm zu an Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen" Lk 2.52 bis Er Sein Lehramt antrat. Wie nun konnte Jesus als das alleinig ewige Gottwesen an Weisheit und Gnade vor Gott und den Menschen zunehmen, da Er doch Gott von Ewigkeit war?

Um dies richtig zu fassen, darf man Jesus nicht abgeschlossen als den alleinigen Gott ansehen; sondern muß sich Ihn als einen Menschen darstellen, in dem die alleinige ewige Gottheit Sich gerade also untätig scheinend einkerkerte, wie in eines jeden Menschen Wesen der Geist eingekerkert ist. Was jeder Menschen nach göttlicher Ordnung tun muß, um seinen Geist frei zu machen in sich, das mußte auch der Mensch Jesus tun, um das Gottwesen, Seinen Geist, in Ihm frei zu machen, auf daß Er eins würde mit Ihm. Dies geschieht durch Selbstverleugnung. Das Ablösen einer Geistesfessel um die andere bedeutet das Zunehmen der Seele in der geistigen Kraft, welche die Weisheit und die Gnade ist. Die Weisheit ist das helle Schauen der ewigen Ordnung Gottes in sich, und die Gnade ist das ewige Liebelicht, durch das all die endlosen Dinge, ihre Verhältnisse und Wege erleuchtet werden. Die Seele von Jesus war gleich wie die eines jeden Menschen mit um so mehr Schwächen - die Fesseln des Geistes sind - behaftet, weil der allmächtige Gottgeist Sich Selbst in die gewaltigsten Bande legen mußte, um in Seiner Seele gehalten werden zu können. So mußte die Seele Jesus auch, Sich Selbst verleugnend, die größten Versuchungen bestehen, um ihrem Gottgeist die Bande abzunehmen und Sich damit zu stärken für die endloseste Freiheit des Geistes aller Geister, und also völlig Eins zu werden mit ihm. Darin bestand das Zunehmen der Weisheit und Gnade der Seele Jesu vor Gott und den Menschen, in dem Maß, als Sich der Gottgeist zunehmend einte mit Seiner göttlichen Seele, die der eigentliche Sohn war.[97]

Wieso ist Jesus so schroff?

Jesus konnte recht schroff sein und das wurde (und wird) Ihm von dummen Menschen zum Vorwurf gemacht. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?[98]

Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen einige gut und viele andere schlecht, meineidig und böse sind, da wäre es eine sehr schwere Aufgabe für einen Gerechten und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden. Man müßte mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und das ist ebensowenig möglich, als eine Art Licht zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Fleck auch die allerdickste Finsternis verbreitet. Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott, die werden Jesus lieben, und das über alle Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die werden Ihn immerhin fürchten. Derlei Menschen und weltsüchtige Gottesleugner sollen erfahren, daß Jesus durchaus keinen Scherz versteht und jedem vergilt nach seinen Werken; denn Er allein hat die ewig allervollkommenste Macht dazu."[99]

Leugnung

siehe Leugnung von Jesus Christus

Siehe auch

Einzelbelege

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.4.2-3
  2. Jakob Lorber, Robert Blum 2.157.9
  3. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.146.4
  4. Jakob Lorber, Bischof Martin 80.18
  5. Jakob Lorber, Bischof Martin 34.6
  6. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.90.10; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 5
  7. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.21.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.178.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.90.9-12; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.251.20
  8. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.24.13
  9. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 167.9-10; Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 172.12-22
  10. Jakob Lorber, Bischof Martin 90.1-5
  11. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 185.5-11; Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 185.15-17
  12. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 114.15-18
  13. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 38.8-10
  14. Lorber, Himmelsgaben 3.198.1 (93. Psalm)
  15. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 13.12-17
  16. Jakob Lorber, Bischof Martin 112.5
  17. Jakob Lorber, Bischof Martin 129.9
  18. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 2; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.14.11; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.34.8
  19. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 5; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.14.11
  20. Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.13.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.26.1
  21. Jakob Lorber, Die geistige Sonne 1.9.13
  22. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.90.8
  23. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.144.14; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.146.2-3
  24. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 0.1-3; Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 298; Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 299; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.22.10; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.90.11
  25. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 0.4-6
  26. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.204.14
  27. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.195.3
  28. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.135.2
  29. Lorber, Himmelsgaben 2.341.4-6
  30. Jakob Lorber, Bischof Martin 111.1
  31. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.240.12
  32. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.142.1
  33. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.90.12
  34. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.57.20
  35. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.17.9
  36. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 11.33; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.26.6; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.106.1; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.22.10; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.33.10; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.90.8; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 5.54.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.225.3
  37. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.15.16
  38. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.168.11
  39. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.93.16
  40. Lorber, Himmelsgaben 3.332.15-16
  41. Lorber, Himmelsgaben 3.332.17
  42. Jakob Lorber, DDT 7.15
  43. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.15.9
  44. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 13.13
  45. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.17.7
  46. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 17.13-14; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.172.5-7; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.15.9
  47. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 5.204.10-11
  48. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 3.8; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.17; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 11.30; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.106.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.172.7-8
  49. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.18; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 11.30; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.172.5
  50. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.17; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 29.3-4
  51. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 3.23
  52. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.18
  53. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.66.5; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 13.12; Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 18.8
  54. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 101
  55. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.21.4
  56. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.252.20
  57. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 18.8
  58. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.178.1-4
  59. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.239.4
  60. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.4.7-12
  61. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.43.4-8
  62. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 103.11-12
  63. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.39.5-6
  64. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.240.2-3
  65. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.19.10
  66. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.10.14
  67. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 173.6-20
  68. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 17.10
  69. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.62.5-7; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.220.6-7; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.37.8
  70. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.37.9-10
  71. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.62.9
  72. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.5.13-16
  73. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.86.3
  74. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.146.1
  75. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 5.54.2
  76. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 298.1-2
  77. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 298.26; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.5.15
  78. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.225.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.226.8; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.90.7
  79. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.9.5
  80. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 300.1-10
  81. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 300.11-13
  82. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 300.14-18
  83. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.8.1-2; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.53.5; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.90.9; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 5.54.2-8
  84. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.167.13-14
  85. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.193.15
  86. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.31.4
  87. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 5.220.1-3
  88. Jakob Lorber, Robert Blum 2.156.3
  89. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.174.12; Jakob Lorber, Schrifttexterklärungen 8.6
  90. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.94.2-5
  91. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.94.6-7
  92. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.94.8-9
  93. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.213.11
  94. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.36.2
  95. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.57.20, Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 3.36.2
  96. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.43.3-10
  97. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 299
  98. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 29.21
  99. Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 29.22-23
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