Freiheit
Jedem Wesen ist von Gott ein Kreis der Freiheit gegeben. In diesem Kreis kann es zur Übung seiner Freiheit das tun, was es will. Über diesen Kreis hinaus vermag kein Wesen zu handeln. (nach Borem)[2]
Nur Gott allein ist vollkommen frei und unbeschränkt, damit durch Ihn alles sein gerechtes Hindernis und die volle Beschränktheit erhält zu seinem Dasein.[3] Außer Gott gibt es nirgends etwas Freieres als das Herz des Menschen, weswegen man für dieses nach dem Willen Gottes sorgen soll.[4]
Der Wille Gottes ist ewig ein und derselbe, und nichts kann diesen beugen in der von Ewigkeit her festgestellten Ordnung; aber innerhalb dieser Ordnung herrscht dennoch die größte Freiheit, und der Herr kann tun, was Er will, gleichwie auch jeder Engel und Mensch.[5]
Alle Freiheit entstammt aus der Liebe, die höchste Freiheit aus der ehelichen Liebe, welche die himmlische Liebe selbst ist.[6]
Solange man ein Diener der Welt und seines Fleisches ist, solange ist man an das Joch des knechtlichen Gehorsams gespannt. Wer aber Diener der Liebe Gottes sein wird, der wird auch von jedem Joch befreit sein und eben dadurch vollkommen Herr seines Lebens, denn die Liebe wird und kann allein nur völlig frei machen.[7]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.88.17
- ↑ Jakob Lorber, Bischof Martin 74.12
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.121.19
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.158.28
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 2.38.4
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 386
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.137.13