Gottesdienerschaft
Der Gottgeweihte oder Diener Gottes erfaßt den Willen Gottes ganz und verhält sich getreu danach. Er handelt nicht aus seinem eigenen Willen, außer allein dem willigen Gehorsam, welcher der Same der wahren inneren Demut ist.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Wesen
Der endlos große Unterschied zwischen Gott und Seinen Dienern besteht darin, daß der Herr alles ewig aus Sich Selbst tut; Seine Diener jedoch vermögen solches nur aus dem Herrn dann tun, wann Er es haben will. Ist dies nicht der Fall, dann vermögen sie nichts. (nach Joseph)[2] So wie auch Eltern ihre Kinder aus Liebe in ihre Geschäfte ziehen und ihnen Macht geben und zu ihren gewaltigen Dienern machen, weil sie ihre Kinder sind, gibt auch der Herr den Seinen aufgrund Seiner Liebe Macht und Gewalt.[3]
Die echten Getreuen Gottes haben es nicht nötig, sich in einem engen Kreis (Sekten, Orden usw.) zu sammeln, sie verbleiben Gott und den Seinen auch unter dem ausgelassensten, Gott gänzlich vergessenden Geschlecht treu. Wer diese echte Treue nicht hat, dem nützt auch ein enger Kreis fürs ewige Leben wenig, weil wenn er sich unter den Getreuen befindet, dann wird er tun, als wäre er ein Getreuer; unter Ungetreuen aber wird er tun wie sie.[4]
Da schon das Jesuskind einst von Seinen Gönnern zugunsten von dummen Prominenten verachtet wurde, daher geht es auch den Nachfolger-Knechten von Jesus nicht besser.[5]
Unterschied zur Gotteskindschaft
Ein Diener oder Knecht Gottes ist nicht automatisch auch ein wahrhaftiges Kind Gottes. Knechte arbeiten für einen Lohn und staunen über ihren erkannten Gott, hingegen die Kinder wollen allein nur den Vater und zerfließen vor Liebe in Tränen, wo immer sie an Ihn erinnert werden.[6] Die eigentlichen Diener Gottes sind die Kinder Gottes.[7]
Verehrung
siehe Verehrung von Heiligen
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.13.16
- ↑ Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 118.7-9
- ↑ Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 118.20-22
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.124.1-4
- ↑ Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 201.14-22
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.83.19-26
- ↑ Jakob Lorber, Bischof Martin 96.15