Neue Welt
Die Neue Welt und das vorangehende Gericht werden von dem Propheten Jesaja geweissagt in Jes 19. und Jes 66.
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Entstehung
Die Niederkunft der großen Stadt Gottes wird eine unermeßlich große Gnade für alle Kinder Gottes sein; durch ihre starken Mauern wird sie aber alle Blinden und Tauben (Weltmenschen) erdrücken, denn ihre Größe wird die ganze Fläche der Erde einnehmen und niemand wird sich vor ihr verbergen oder ihrer Last entweichen können.[4]
Fall der Irrlehrer und falschen Propheten
Die Menschen werden nicht mehr Christus (oder Gott) und Seiner Lehre die Schuld an dem vielen Unheil auf der Erde geben, sondern den höchst selbst- und herrschsüchtigen falschen Lehrern und Propheten; sie erkennen schon im Licht der Wissenschaften und Künste nur zu genau, wessen Geistes Kinder diese waren. Die Lügner und Betrüger werden im hellsten Licht des neuen Jerusalems völlig enthüllt werden und den Lohn für ihre Arbeit erhalten; je höher sich einer von ihnen gestellt hat, desto tiefer wird sein Fall sein. Deswegen soll man sich vor ihnen hüten.[5]
Umgestaltung der Erde
Bevor aus Himmel und Erde ein Hirt und eine Herde werden, wird es auf der natürlichen Erde zu großen Umgestaltungen kommen. Große Länder und Reiche werden aus dem Meer emporgehoben werden und viele hohe Berge werden tiefe Gräben und Täler auffüllen, wodurch viel fruchtbares Land gebildet wird.[6]
Zusammenfindung der Gottgeweihten
Die Vereine von Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind, werden immer enger zusammenrücken und so einen großen Verein bilden, und das ist dann die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel voll Licht und Klarheit ausbreitet.[7]
Auferstehung der Toten
Auf die alte Erde werden stets mehr Lichter aus der neuen Erde hinabschweben und diese so entzünden, bis sie wie in Flammen zu stehen scheint. Viele (geistig) Tote werden lebendig werden, die Wahrheit annehmen und in das Reich der neuen Erde hochschweben.[8]
Warum nicht schon zu Jesu Zeiten
Zu Jesu Zeiten konnten die Menschen nicht alles ertragen, was der Herr ihnen hätte sagen und enthüllen können, so blieb es dem Geist der Wahrheit aus dem Herrn, dies zu tun. Seine Jünger wurden zwar erleuchtet, aber sie hatten ihre Nachfolger als Kinder zu unterrichten, wobei der Unterricht ein der Fähigkeit angemessener und mehr freier als ein zwingender sein mußte.[9]
Der antiken Welt fehlte es an einer auf den Grundsätzen der wohlberechneten Wahrheit stehenden reinen Wissenschaft und an der von einer solchen Wissenschaft berechneten Kunst. Sie befand sich noch zu über drei Viertel im blinden Aberglauben, worauf sich keine höhere Himmelswahrheit stellen läßt, und wenn man das doch versucht, dann ist die Frucht ungenießbar. Aus derlei Früchten, d.h. aus allerlei mit Aberglauben vermengten Wissenschaften, gingen und gehen die falschen Propheten mit all ihren Irrlehren und falschen Wundern hervor.[10]
Wesen
Das Tausendjährige Reich ist kein Weltreich in der Materie, sondern allein nur im Geiste. Es kommt nicht irgendwie äußerlich beschaulich, sondern ganz still und prunklos in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. Es ist die Wiedergeburt des menschlichen Geistes.[11] Diese Zeit wird dann bleiben auf der Erde und in Zukunft nicht von ihr genommen. Die Erde wird (geistig) eins werden mit der Sonne, und ihre Bewohner werden die großen Lichtgefilde der Sonne bewohnen und leuchten wie sie. Der Herr wird allein Herr sein, und Er wird Selbst ein Hirt sein, und alle die leuchtenden Bewohner werden eine Herde sein. So werden die Erde und ihre Bewohner ewig bestehen, und der Herr wird ewig unter ihnen ein Vater Seiner Kinder sein. Es wird kein Tod mehr sein, wer da leben wird, der wir ewig leben und den Tod nicht sehen.[12]
Das neue Jerusalem, das aus den Himmeln auf diese Erde herabkommen wird, besteht aus dem Wort Gottes, der Lehre Jesus, welche nicht mehr verhüllt, sondern dem himmlischen und geistigen Sinn nach enthüllt gegeben wird. In diesem Licht wird den Menschen erst klar werden, wie sehr ihre Vorgänger von den falschen Propheten, ähnlich wie die Juden von den Pharisäern, hintergangen und betrogen worden sind.[13]
Die Menschen werden nicht mehr nach irdischen Schätzen gieren, wodurch auf der Erde viel mehr Menschen gut versorgt und glücklich leben können. Die quälenden Krankheiten werden von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können; niemand wird eine Furcht vor dem Tod des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.[14]
Die Hauptsache im Wohltun wird in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und daß der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird. Neue, glückliche Ehen werden auf der Erde geschlossen werden, so wie im Himmel nach der Ordnung des Herrn, und es werden viele Kinder gezeugt werden, jedoch nicht durch Lüsternheit, sondern durch wahren Liebeernst, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.[15]
Das letzte Gericht
Ein großer, finsterer Teil wird versuchen, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen, um aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen. Aber der Herr läßt Seinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Seiner Wahrheit, und Seine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung. Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese kriegerische Unterbrechung wird nur ganz kurze Zeit dauern und der Sieg wird vollkommen sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden, wobei der Hirt allzeit der Herr und die Herde die Menschen auf Erden zusammen mit den Seligen in den Himmeln des Herrn sein werden. Letztere werden dann so wie in den Urzeiten der Menschen sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren.[16] Am Ende werden die Erdmenschen im Geiste alle erkennen, daß es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt.[17]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.48.3; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.48.7
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.15
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.48.4
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.12.5
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.90.3-4
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.45.8
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.48.2
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.48.5
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.90.6-7
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.90.8-10
- ↑ Lorber, Himmelsgaben 2.436.5-6
- ↑ Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 239.22-26
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.90.2
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.45.9
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.45.10-11
- ↑ Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 8.45.6-8
- ↑ Jakob Lorber, Die Jugend Jesu JJ