Neues Testament
Das Neue Testament entstand nach langjährigen Beratungen unter den Bischöfen der frühen Christen, die sich auf Druck des Kaiser Konstantins von den damals vielen sich einander widersprechenden Evangelien auf die biblischen Schriften des Neuen Testaments einigten, damit die Glaubensstreitereien unter den Christen aufhörten und das Christentum zur Staatsreligion wurde. "Neues Testament" wurde diese Schriftensammlung zufolge der beiden Briefen des Paulus an die Hebräer genannt.[1][2][3] Es wurde dann ca. 300-400 n. Chr. von den Christen angenommen und erfuhr vor allem von den römischen Bischöfen noch allerlei Abänderungen und auch eigenmächtige Zusätze.[4]
Bücher des Neuen Testaments
- Apostelgeschichte
- Briefe
- Johannes Evangelium
- Lukas Evangelium
- Markus Evangelium
- Matthäus Evangelium
- Offenbarung des Johannes
Verfälschungen
Das Neue Testament und das Alte Testament wurde einst von der römischen Kirche dem Volk auf das strengste verboten zu lesen und die Übertreter dieses Gebotes sogar mit dem Tod bestraft. Für das Volk wurde ein kurzes Auszugs-Evangelium für Sonn- und Feiertage fabriziert.[5]
Folgende falschen Lehren wurden nachträglich von der römischen Kirche in das Neue Testament eingebracht:
- Die Lehre bzw. das Dogma, nach der die Seelen der Verstorbenen bis an den Jüngsten Tag zu schlafen haben. (Psychopanechia, Psychopannychia oder Seelenschlaf). Diese Lehre hielt sich nur so lange, bis ein Papst das heute noch bestehende römische Meßopfer einführte, das ein unblutiges Opfer mit vollends gleicher Kraft und Macht wie das einstige blutige Opfer Christi am Kreuz sei, und daß ein rechtgläubiger Christ sogleich nach dem Tod des Leibes ohne langen Seelenschlaf von Christus erweckt und zur ewigen Glückseligkeit berufen werden könne, insofern er ein solches Meßopfer zu seiner Heiligung unter Darbringung eines kleinen weltlichen Opfers lesen lassen würde. Und durch mehrere solche Opfer würde man sogar der ewigen Verdammnis und dem Fegefeuer entgehen.[6]
- Das Dogma, Gott hätte nur einen geringen Teil der Menschen für den Himmel, den größten Teil aber für die Hölle erschaffen (Prädestination- oder Vorherbestimmungslehre). Auch diese Lehre wurde später aufgehoben, dafür aber neue Kirchengebote und Sakramente eingeführt.[7]