Sonne

Aus Prophetia
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Röntgenbild der Sonne, 1991
Die natürliche Sonne ist eine sehr große Welt, auf der ein ewiger Tag herrscht.[1] Die (geistige) Sonne aller Sonnen ist Gott (siehe Gnadensonne).[2] Alles, was in der Welt (Erde) wächst, wie die Bäume, Saaten, Blumen, Gräser, Früchte und Samen, entsteht durch nichts anderes als durch Wärme und Licht der Sonne.[3]

Inhaltsverzeichnis

Astronomische Daten

Ein Sonnenjahr währt etwa 28 000 Erdjahre. (nach Henoch)[4]

Wesen

Die aus dem Herrn stammende Liebe zum Herrn wird in der Schrift durch die Sonne bezeichnet, z.B. in Jes 30.26, Ez 32.7, Jes 13.10, Joel 2.10, Joel 3.4, Joel 4.15, Off 6.12, Mt 24.29[5]

Die Sonne der Welt bezeichnet die Selbstliebe.[6]

Sonnenmenschen

Welt und Körper der natürlichen, d.h. sich noch in ihrem Fleisch befindlichen Sonnenmenschen[7] sind bei weitem ätherischer und dem Licht verwandt als sogar die Geister der Erde (nach Sonnenmenschen). (Anm.: Daher den natürlichen Erdmenschen desto weniger sicht- und meßbar.)[8]

Die Körper der Sonnenmenschen sind keine grobstofflichen Erdenkörper, sondern feinstoffliche Körper aus Feuer.[9] Ihrem Äußeren nach sind sie der Abglanz der Himmel und in ihrem Inneren sind sie sehr schlau. (nach Petrus)[10] Sie arbeiten mehr mit dem Willen als mit den Händen, kennen keine Nahrungssorgen, keine Leibeskrankheiten und können leben solange sie wollen. Wenn sie in die von den höheren Geistern verlangte Umwandlung (Leibestod) einwilligen, wird sie ihnen zur höchsten Lust. (nach Uhron)[11] Der Unterschied zwischen ihrem Natur- und Seelenleben ist so gering, daß es beinahe ein gleiches ist, ob sie mit dem natürlichen Leib oder ohne ihn wandeln. Sie sehen und sprechen die Dahingeschiedenen (auch die anderer Planeten) wann und wie oft sie nur wollen und können sogar mit ganz reinen Geistern ganz normal reden und handeln. Die Abgeschiedenen sehen als Geister nur viel leichter und ätherischer aus. (nach Martin und Uhron)[12]

Bei den Sonnenmenschen muß alles in der strengsten Ordnung geschehen.[13] Auf dieser großen Welt des Lichts ist die Weisheit am wichtigsten[14] derart, daß Lachen und Weinen den Bewohnern nahezu ganz fremd sind.[15] Die Liebe ist bei ihnen wohl auch eine Art herzliche Neigung, aber nur insoweit die Weisheit sie nicht zerstört. Sobald die Liebe nur um ein Minimum stärker wird als ihr Licht, geht der überwiegende Teil der Liebe sogleich in ein momentanes heftiges Auflodern über und diese auflodernde Liebesflamme vereinigt sich dann sogleich mit dem inneren Weisheitslicht, wo dann wieder statt der Liebe nur eine potenzierte Weisheit zum Vorschein kommt, die dann oft eiskalt ist. Daher ist mit der Liebe zu Frauen bei den Frauen der Sonnenmenschen so gut wie gar nichts zu machen, da gerade sie am wenigsten dafür empfänglich sind. (nach Johannes)[16]

Die Sonnenbewohner pflegen einer herrliche Musik, wobei sie eine Art Glocken verwenden, wie sie bei den alten Ägyptern gebräuchlich waren und jetzt noch bei den Persern, Gebern und Hindus verwendet werden. Nur tönen die Glocken der Sonnenmenschen viel reiner. Sie kennen auch eine Art Schellen und Harfen.[17]

Wohnung

Die Wohnhäuser und Gärten der Sonnenmenschen sind derart herrlich, daß dagegen sogar prachtvolle himmlische Wohnhäuser in der geistigen Welt wie Armenhäuser aussehen. (Zeugnis von Chanchah und Gella)[18] Die Pracht gründet aber nicht auf Eitelkeit, sondern rein nur auf dem weisen Bedürfnis des Geistes der Sonnenbewohner (nach Sonnenbewohnern).[19]

Bestattung

Der tote Leib von Verstorbenen wird an einen bestimmten Ort gebracht, wo er bald vollständig aufgelöst wird. (nach Uhron)[20]

Die Sonne als neue Pflanzschule für die Kinder Gottes

Gemäß dem Werk Bischof Martin wurde der Satan (dem Geist nach) von Johannes auf der Sonne einquartiert; demnach befindet er sich seit dem Jahr 1848 auf der Sonne (und nicht mehr auf der Erde).[21]

Anmerkung: Bisher konnte niemand sagen, ob sich die obige Aussage nur auf die Sphäre von Martin bezieht oder allgemein auf alle Menschen. Jedenfalls wenn die Sonne neue Pflanzschule sein soll, dann bedarf sie des Satans als notwendige Zutat.

Da Gott von der Erde beinahe keine vollkommenen Kinder mehr bekommen kann, will Er auf der Sonne eine neue Pflanzschule für seine künftigen Kinder anlegen. Die Erde wird derart gesichtet werden, daß die Menschen tagelange Reisen werden machen müssen, bis sie auf ein Wesen ihresgleichen stoßen. Wenn die Erde gereinigt wird, dann will Gott von ihr bis zur Sonne eine Brücke bauen für den Geist, wodurch die Sonnenmenschen mit den Erdmenschen wie Hand in Hand wandeln sollen.[22]

Die Lehre, die der Herr den Sonnenmenschen gab, entspricht der des Evangeliums, um ein wahrhaftes Kind Gottes zu werden. Sie lehrt Gottesliebe und Nächstenliebe, alle sollen sich Geschwister sein und sich keiner mehr als ein anderer vorkommen, die Sittenreinheit soll bewahrt werden, die Unzucht vermieden und nur geistig und nicht fleischlich gezeugt werden. Indem die Sonnenbewohner so leben würden, und die Unzucht vermieden, würden sie eine unvorstellbar große Vollkommenheit erlangen, andernfalls aber so elend wie die gegenwärtigen Erdmenschen werden.[23]

Geisterwelt

Der Apostel Johannes hat (als Geist) hauptsächlich mit den Sonnenbewohnern zu tun. (nach Petrus)[24]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.52.15
  2. Jakob Lorber, Bischof Martin 127.12
  3. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 137
  4. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.87.2
  5. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 118; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 348
  6. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 561
  7. Jakob Lorber, Bischof Martin 145.3
  8. Jakob Lorber, Bischof Martin 148.8
  9. Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.26.13; Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.57.14
  10. Jakob Lorber, Bischof Martin 129.6
  11. Jakob Lorber, Bischof Martin 169.3
  12. Jakob Lorber, Bischof Martin 172.5; Jakob Lorber, Bischof Martin 188.9
  13. Jakob Lorber, Bischof Martin 128.9
  14. Jakob Lorber, Bischof Martin 127.17
  15. Jakob Lorber, Bischof Martin 167.10
  16. Jakob Lorber, Bischof Martin 129.15-16
  17. Jakob Lorber, Bischof Martin 159.2-3
  18. Jakob Lorber, Bischof Martin 156.7
  19. Jakob Lorber, Bischof Martin 157.2
  20. Jakob Lorber, Bischof Martin 188.9
  21. Jakob Lorber, Bischof Martin 200.14-15
  22. Jakob Lorber, Bischof Martin 169.11-12
  23. Jakob Lorber, Bischof Martin 183.22-32
  24. Jakob Lorber, Bischof Martin 129.6
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