Unglaube

Aus Prophetia
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Inhaltsverzeichnis

Ursache

Ursachen des Unglaubens sind Hochmut, Selbstliebe und die Gier danach, vor den Menschen als Viel- und Alleswisser zu glänzen und jeden anderen mit Weltweisheit in den Staub zu reden.[1]

Rechtfertigung

Würde Gott Sich den Menschen nie offenbaren, oder nur bestimmten nichtswürdigen Priestern, dann hätten die Menschen vollkommen das Recht, an keinen Gott zu glauben und die trotzdem Gläubigen als Anhänger eines dummen Phantasiegottes niederzuschlagen, da der Mensch schon genug Lasten des von ihm unverschuldeten Lebens zu tragen hat und sich nicht auch noch von einem nirgends seienden Hirngespinst irgendwelche harte und aller Natur entgegenstehende Gesetze vorschreiben lassen braucht. Gott jedoch hat sich von Anfang an viele Male vor tausenden Menschen auf denkwürdigste Weise geoffenbart und ihnen Seinen Willen samt Seiner weisesten Absicht verkündet. Trotzdem der Großteil der Menschen nicht hören will und sich lieber von einem faulen und selbstsüchtigen Priesterstand manipulieren, verdummen, ausbeuten und irreführen läßt, hört Gott trotzdem nie auf, Sich den Menschen auf vielfältigste Art zu offenbaren, was ein Mensch bei nur einigem Nachdenken bald herausfinden kann, indem es da nicht mit natürlichen Dingen zugegangen ist.[2]

Folgen

Unglaube bewirkt das Gefühl des Todes und der völligen Vernichtung. Dies ist der Fall, weil der Hochmut, der dem Unglauben zugrunde liegt, die Seele mit aller Gewalt mit dem Fleisch des Leibes vereint und diese daher letztlich nur mehr den Tod des Fleisches fühlen kann. Ein Ungläubiger verliert den festen und ungezweifelten Glauben an das Fortleben der Seele nach dem Tod.[3][4][5]

Die Folge von Unglauben ist stets die Lieblosigkeit unter den Menschen. Diese erzeugt die Not und die Armut.[6]

Alle, die in der Welt an keinerlei Fortleben der Seele nach dem Tod des Körpers geglaubt hatten, sind sehr beschämt, sobald sie merken, daß sie dennoch leben. Die sich darauf jedoch versteift hatten, werden mit ihresgleichen zusammengesellt und von den Gläubigen getrennt. In den meisten Fällen werden die Betroffenen an eine höllische Gesellschaft gekettet, weil sie auch das Göttliche geleugnet und das Wahre der Kirche verachtet hatten, denn so wie sich jemand auf die Leugnung des ewigen Lebens seiner Seele versteift, so versteift er sich auch auf die Leugnung der Dinge des Himmels und der Kirche.[7]

Verhalten gegenüber Ungläubigen

Wer die augenscheinliche Wahrheit nicht annimmt, den soll man als einen Lichtlosen, einen Heiden und Ketzer betrachten und seine Gesellschaft meiden. Es gilt jedoch einen Unterschied zu machen zwischen dem, der die Wahrheit infolge Geistesarmut nicht begreifen und annehmen kann, und einem der die Wahrheit aufgrund Hochmut und Eigendünkel nicht annehmen will, sondern nur will, daß sich alles nach ihm richten soll. Ersterer verdient längere Geduld, da es nicht am Willen, sondern am Verstand fehlt - er wird durch Geduld und Liebe verständiger werden und die Wahrheit annehmen. Letzterer verdient keine längere Geduld. (nach Raphael)[8]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.111.3
  2. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.149.7-11
  3. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.111.1-2
  4. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.111.4
  5. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 6.111.6
  6. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.210.4
  7. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 452
  8. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.114.11-12
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