Welt

Aus Prophetia
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Dieser Artikel behandelt die Welt im Sinne von materieller oder natürlicher Welt im geistigen Sinn.
  • für Welt im natürlichen Sinn siehe Natur
  • für Welt im materiellen Sinn siehe Materie
  • für Welt im Sinne von Weltall oder Universum siehe Universum
  • für Welt im Sinne von der Erde siehe Erde
  • für Welt im Sinne von geistiger Welt siehe Geisterwelt

Die Welt ist im Grunde die Sünde[1] und ihr Gott ist das Geld.[2]

Da der Himmel in Wort und Tat und die Hölle in Form der materiellen Welt vor den Augen der Menschen verhüllt sind, kann der Himmel heilbringend auf die Hölle einwirken.[3] Wären Gott und die Engel auf der Welt unverhüllt, würde ihre Macht die unvollkommenen Menschen als Teufel vertreiben, anstatt sie zu bessern.[4]

Inhaltsverzeichnis

Wesen

Die glänzenden Türme der Welt
Die materielle Welt (oder Hölle) hat sich über die Erde erhoben und wohnt in hohen Gebäuden im Glanz der Selbstsucht, des Selbsttruges, der Eigenliebe, Prachtliebe, Wollust, des Wohllebens, des Reichtums, des Geizes und des Wuchers und der allgemeinen eigennützigen Herrschsucht.[5]

Alles in der Welt ist gerade das Gegenteil von dem, als was es sich darstellt (Trug). Wer zu tief in die Welt gräbt, der bereitet sich den eigenen Untergang. Man kann dem Punkt auf dem man steht nicht trauen, denn er ist locker und kann einen verschlingen, wenn man ihn aufgräbt. Alles auf der Welt kann einen töten, weil alles selbst in sich den Tod trägt, außer der alleinigen Liebe, wenn man sie in ihrer Reinheit bewahrt.[6]

Die Welt vergeht und ist voller Aas und Unrat. (nach Joseph)[7] Die Welt hat nichts zu bieten als eine kümmerliche Füllung des Magens, eine elende Decke über die Haut, einen fluchbeladenen Dienst von Seite der Geschwister und schließlich nach kurz abgelaufener Zeit den zeitlichen und ewigen qualvollen Tod. Sie ist es nicht einmal wert, daß ein Mensch ihr auch nur gedenkt. (nach Kisehel)[8]

Die Welt (auch "die Tiefe" genannt) zieht durch ihre schnellen, industriellen Fortschritte (Mehrung des Materialismus) das Geistige zum desto schnelleren Verfall; denn das Geistige wird in der Welt von der Materie getragen und ist da, um die gefangene Materie zu erlösen.[9]

Licht

siehe Rationalismus

Überwindung der Welt

Zuerst soll man die Welt in sich selbst besiegen, worauf es ein leichtes sein wird, sie auch in den Mitmenschen zu besiegen. Es kann niemand seinem Nächsten etwas geben, das er zuvor nicht selbst besitzt. Wer in seinem Bruder Liebe, Demut, Geduld, Güte usw. erwecken will, der muß ihm damit entgegenkommen.[10]

Gott weiß sehr gut, was die Welt macht, und ist nicht zu lau, um sie für ihre Untaten zu züchtigen. Mit Gewalt richtet man nichts gegen die Welt aus, denn diese reagiert mit Gegengewalt und auf diese Weise würgt fortwährend ein Volk das andere. Wer die Welt bekämpfen will, der muß sie mit heimlichen Waffen bekämpfen und diese sind die Liebe und der Friede Gottes in einem selbst. Mit diesen Waffen muß jeder zuerst die Welt in sich besiegen und dann erst kann er diese Waffen stets siegreich gegen die Außenwelt gebrauchen, denn wer nicht innerlich ein Meister der Welt ist, der wird es äußerlich desto weniger werden. Wer in sich noch einen fluchähnlichen Feuereifer verspürt, der ist noch nicht fertig mit seiner eigenen Welt, denn dieser Eifer rührt vom geheimen Zweikampf zwischen dem Frieden Gottes und der Welt im Menschen her. Es ist die Welt, die eifert und richtet und Feuer vom Himmel ruft, um sich listig für die Sache Gottes zu maskieren. Der Geist und Friede Gottes aber eifert nicht, sondern wirkt mächtig im stillen nur und ganz unbemerkt von aller Welt. Sein Außenschild sind die Werke der Liebe und seine Erscheinlichkeit die Demut. Darin besteht der wahre innere Friede und der mächtige Sieg über die Welt, den Jesus erfochten hat.[11]

Gott und die Welt

siehe Gott und die Welt

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Schrifttexterklärungen 21.18
  2. Lorber, Himmelsgaben 2.83.8
  3. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.170.12
  4. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 7.170.16
  5. Lorber, Himmelsgaben 3.19.31
  6. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 111.7-16
  7. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 64.5
  8. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.205.11-13
  9. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.36.5
  10. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 10.90.3
  11. Jakob Lorber, Schrifttexterklärungen 35.20-25
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