Zorn

Aus Prophetia
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Zorn (15. Jhdt) Hieronymus Bosch
Zorn ist der direkte Gegensatz zur Liebe und bildet den Hauptbestandteil des Satans.[1] Der Zorn entstammt stets dem Boden des Hochmuts. (nach Nathanael)[2]

Zorn kann ohne Nahrung nicht bestehen, weswegen er stets eine große Menge Nährgeister um sich hat, an denen er saugt und zehrt. Deren Häuptlinge sind Haß als ein Hauptnährer des Zorns, dann die Hoffart, daraus hervorgehende Selbstsucht, Neid, Geiz, Ehebruch, Unzucht, Verachtung alles Göttlichen, tiefe Geringschätzung seinesgleichen, Mord und Totschlag, Herrschgier - und am Ende völlige Gewissenlosigkeit.[3]

Wie dem Zorn begegnen

Einem Zornigen darf man nicht mit Gegenzorn begegnen, sondern nur mit sanftmütigem Ernst, denn der Zorn will wieder Zorn erwecken, um ihn dann durch seine vermeintliche Übermacht zu töten. Findet der Zorn aber nichts, woran er sich vergreifen könnte, dann zerfleischt er sich selbst.[4]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Erde 61.3
  2. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.45.5
  3. Jakob Lorber, Die Erde 61.3-4
  4. Jakob Lorber, Bischof Martin 171.2
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