Zorn Gottes

Aus Prophetia
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Der Zorn Gottes ist ein ewiges Feuer, das nie erlöscht. Er ist das Gericht der Dinge, die kein Leben haben außer das des ewig unwandelbaren Mußgesetzes; er richtet alle Dinge der ewigen Vernichtung zu. Gott hat jedoch alle Seine Macht in die Liebe gelegt. Der Zorn Gottes ist daher der ewigen Liebe Gottes ewig untertan.[1] Gott ist selbst in Seinem Zorn mehr Liebe als die größte Liebe, zu der ein Mensch fähig ist.[2]

Die Alten nannten das ewige Muß des Willen Gottes den Zorn Gottes.[3]

Einst war die Liebe in Gott mit dem Zorn umfangen, da aber war die Unendlichkeit auch noch leer von allen Geschöpfen, sowohl geistig als materiell. Aber die Liebe ergriff den sie drückenden Zorn und stellte ihn körperlich wesenhaft außer sich. So wurden aus diesem Zorn dann all die zahllosen, Geister, Sonnen und Welten erschaffen. Wer die Wahrheit des Zorn Gottes sehen will, braucht nur die geschaffenen Dinge ansehen; diese sind der Zorn Gottes.[4]

Die Quintessenz des Zornes Gottes ist der Satan, der Gegensatz (Gegenpol) zur Liebe Gottes.[5]

Der erzürnte Gott

Unter dem Zorn Gottes soll man den ewig stets gleichen und unerschütterlichen Ernst des Willen Gottes verstehen, Seinen Liebeeifer, der an und für sich Seine Erbarmung ist. Dieser Ernst des Willen Gottes ist der innerste Kern der reinsten und mächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und alle Werke in ihr wie die Küken aus dem Ei hervorgegangen sind. Gott ist nicht zornig gleich einem dummen Menschen.[6]

Gott wurde schon oft aus übergroßer Liebe wortbrüchig und hielt nicht Seine gerechte Härte; Sein Zorn ist der Zorn einer Taube für die Reumütigen. (nach Henoch)[7]

Ein zürnender Gott ist nicht vorstellbar, weil der Zorn das alles ewig zerstörende Prinzip und der Gegensatz der Liebe, dem ewig alles erhaltenden Prinzip ist. Wäre von Gott je irgendein barster Zorn möglich, dann würde dieser alle Liebe vernichten und mit ihr alles, was von ihr erschaffen wurde, und schließlich sogar sich selbst. Ein Mensch kann zornig werden, weil er zufolge seiner Freiheitsprobe ein von Gott entferntes Wesen, und somit ein zeitweiliger Gegensatz zu Gott ist, weswegen er sich dann eben auch nur durch die Liebe wieder mit Gott vereinen kann.[8]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.129.10; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.167.11; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.231.32; Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 1.24.15
  2. Jakob Lorber, Die Jugend Jesu 204.7
  3. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 9.30.3
  4. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.231.28-31
  5. Lorber, Himmelsgaben 1.249.4
  6. Jakob Lorber, Das Großes Evangelium Johannes 4.141.3; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.231.35
  7. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.46.6
  8. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.231.22-27
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