Helena (Ouran)
Helena war die Tochter des wohlhabenden Griechen Ouran. Sie und ihr Vater wurden bei einer Schiffsreise nach Jerusalem von Jesus gerettet und lernten den Herrn nahe Cäsarea Philippi kennen.[1]
Wesen
Helena war eine sehr schöne griechische Frau. Es kostete die Männer in ihrer Nähe eine rechte Mühe, irgendwo anders hinzuschauen als nur auf die schöne Helena, deren sehr anziehender Leib wie aus einem reinsten Lichtäther geformt zu sein schien.[2]
Helena war fügsam, was ihr alle ihre Lehrer bezeugten. Ihr Gemüt war sanfter als das der zahmsten Taube. Sie war rein und voll guten Willens. (nach Helena und Mathael)[3]
Geschichte
Rettung von Ouran und Helena
siehe Rettung von Ouran und Helena
Als Jesus ein Sonnenwunder wirkte, gerieten Ouran und Helena in große Ehrfurcht und betrachteten Jesus als den Gott der Götter. Dennoch wurde Helenas Herz zunehmend von wahrer, ernster Liebe zu Ihm erfüllt. Dies gab ihr zu denken, denn ihr war von einem Priester des Apollo beigebracht worden, jeder Mensch solle einen Gott nur fürchten, verehren und ihm Opfer darbringen. Die Liebe zu einem ersten Gott wie Apollo sei zu unheilig und würde die strafendste Eifersucht der Göttinnen erwecken. So erschreckte sich Helena dann auch vor einem allerschönsten Gott um nichts weniger als vor der Medusa und von einer Liebe zu einem Gott konnte bei solchen Umständen keine Rede mehr sein. Dennoch liebte sie Jesus immer mehr und mochte aus Liebe zu Ihm in den bittersten Tod gehen, wenn Er sie dafür nur eines freundlichen Blickes würdigen würde. Mathael zeigte Ouran und Helena die Nichtigkeit der heidnischen Götter auf, worauf Ouran sich von diesen abwendete und zu Jesus als dem einen Gott hinwendete und sich bei Mathael von Herzen bedankte. Auch die Helena dankt Mathael für die weise Belehrung.[4]
Jesus versprach Helena, dass sie aufgrund ihrer Liebe zu Ihm ewig keinen Tod zu fürchten habe und einen solchen auch nicht fühlen und schmecken werde. Wohl werde ihr dereinst der schwere Leib genommen werden, was sie aber nicht schmerzlich und wissentlich berühren werde, sondern sie werde in einem Augenblick verwandelt werden von ihrem schweren, unfreien Leben in das hellste Leben ihrer Seele durch Seinen Geist der Liebe, der in ihr wuchs bis zur Vollähnlichkeit mit Seinem ewigen Geist.[5] Durch ihre Liebe werde Helena stets in nächster Nähe um Ihn sein, auch wenn sie in der Welt der Raum auf eine kurze Zeit von Seiner Person trennen werde. Einst aber, in Seinem Reich des reinsten Geistes und der vollsten Wahrheit, werde sie dann ewig nicht mehr von Ihm getrennt werden.[6]
Vermählung mit Mathael
Der Herr Selbst vermählte Helena mit Mathael, als dieser zum Vizekönig ernannte wurde. Ihr Vater Ouran war darüber sehr froh, denn er war schon lange in Sorge, für seine einzige Tochter einen Mann zu bestimmen, der für sie tauge und mit dem sie glücklich sein werde.[7]
Familie
- Vater: Ouran
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.81; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.82; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.85.1; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.86.1
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.91.11-12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.106.11-12; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.109.14-15
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.88.1-12; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.90; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.110.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.110.3-5
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.111.7
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.119.1-16