Europäer
Geschichte
Die europäischen Nordvölker kamen einst aus Asien nach Europa. In Asien hatten sie eine unmittelbare Erziehung aus den Himmeln genossen; und es gab große Weise unter ihnen, siehe dazu Urmenschheit. Sie wurden aber immer dekadenter und träger und befanden sich zur Zeit Jesu in einem Zustand, wo sie in den Wäldern Europas ums nackte Überleben kämpfen mussten. Von einer geistigen Bildung, über welche die Römer schon verfügten, fand sich bei ihnen im Allgemeinen keine Spur, obwohl es Weise und Lehrer gab. Ihre Not bewirkte dann aber mit der Zeit eine Bildungsstufe, welche die Roms in jeder Hinsicht bei weitem übertraf.[1]
18. Jahrhundert
Im 18. Jahrhundert waren die Menschen noch sehr dumm, aber sie waren gläubiger als später im 19. Jahrhundert, als sie dann weiser wurden, aber auch ungläubiger. Sie fassten jedoch alles grobmateriell auf und wussten vom Geistigen sozusagen nichts.[2]
Aufklärung
Joseph II. führte einen mühsamen Kampf gegen die große Dummheit der Menschen seiner Zeit, die vom römisch-katholischen Klerus bewahrt und kultiviert wurde. (nach Joseph II.)[3] Als ein Bekenner der reinen Lehre Jesu, in der er gut bewandert war, focht er gegen den verkommenen und gewissenlosen römischen Klerus seiner Zeit, der im Namen Jesus unbeschreibliche Betrügereien beging. Er legte den Hauptgrundstein dafür, dass der Papst und sein Anhang bei Millionen alles Ansehen verloren, nachdem Luther, Calvin, Huß und Melanchthon schon vorgearbeitet hatten. Nach eigener Aussage hätte er der römischen Kirche den Garaus gemacht, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, noch zehn weitere Jahre auf der Erde zu leben. Dass Joseph nur kurze Zeit auf Erden zu dienen hatte, lag daran, weil die Menschheit seiner nicht wert und zu schlecht war.[4]
Neunzehntes Jahrhundert
In Europa ging es, wie in den anderen Ländern, nicht gerade am besten zu, aber die Verhältnisse waren doch so gestaltet, dass der Besserwollende kein Hindernis fand, besser zu sein, besser zu handeln, und Gutes zu tun; es herrschte eine Freiheit.[5]
Städte
In den Städten sah man viele große und prächtige Häuser, Paläste, heidnische Tempel, mit Götzen angestopft, eine Menge Kaufläden mit einer unendlichen Auswahl von lauter Satanswaren zum Verlocken, Verführen und Verpesten der Menschen. Dazu gab es eine Menge Wucherer aller Art, bei weitem mehr scheinheilige Pfaffen, als wirkliche Priester mit einem menschlichen Herzen und Geist, welche die alte Liebe und den alten Jesus nicht gegen den Antichrist getauscht hatten. Dazu allerlei Lumpen, Betrüger, Spieler, Spielhäuser, Huren in großer Menge und noch viel mehr Hurer aller Art, Ehebrecher, Geldmakler, Advokaten, und viele karrieresüchtige Beamte, zudem Steuern aller Art. Es gab Komödienhäuser, Sauf- und Fresshäuser und Fabriken, in denen für die Hölle am allerfleißigsten gearbeitet wurde.[6]
Die Städte lebten ausnahmslos im vollkommensten Antichristentum, nichts anderes wohnte mehr in ihnen als: Eigenliebe, Geiz, Neid, Betrug aller Art, Hurerei aller Art, Geilheit, Sinnlichkeit, Wucher, Fraß, Völlerei, Verderbtheit aller besseren Sitten und überhaupt aller Art unerhörter Laster, weswegen ein starkes Gericht Gottes über sie anstand.[7] Die Häuser dehnten sich, die Städte blühten, Eisenbahnen beförderten mächtige Lasten; dafür aber verkümmerten die Herzen der Menschen; keiner wollte sich mehr die Mühe nehmen, christliche Werke der Nächstenliebe zu verrichten, oder die Wege, die der Herr Selbst gebahnt, ohne viel Mühe nur ein wenig aufrechtzuerhalten, damit doch einige bessere Wanderer auf dem Weg zum ewigen Leben nicht im Kot der Welt erstickten. Die Industrie dieser Welt wurde fleißigst betrieben, um den Geist schneller zu töten und die ohnehin kärgliche Aussaat des Samens zum ewigen Leben möglicherweise auch ganz zu vernichten. Aber von einer Industrie, in der nur Werke der christlichen Liebe, der Demut und lieblichsten Sanftmut erzeugt werden möchten, anstatt der Werke der Hölle, des Todes, des Satans, war nichts zu bemerken.[8]
Gesellschaft
Alle Völker hatten Könige und Kaiser, die ihnen stets als Vorbild des höchsten Stolzes und unersättlichen Hochmutes dienten. Umgeben waren sie, wie zu allen Zeiten, von feigen und gewissenlosen Kriechern, die ihnen lobhudelnden Weihrauch streuten des eigennützigsten Gewinnes wegen und die jeden ehrlichen Mann sogleich zum Tod verdammten, so er es wagte, dem König die Wahrheit zu sagen, die ihm nötiger war als das Augenlicht. Jede gegen den betörten König gerichtete Wahrheit wurde als Hochverrat erklärt und ihr Verkünder aus der Welt geschafft. Der Weise wurde verfolgt wie ein reißendes Tier; der Lügner, der Schmeichler und der Speichellecker wurde mit allen Ehrenzeichen geziert. (nach David)[9] Die Herzen der großen und kleinen Machthaber waren härter als jene des Pharaos zu Moses Zeiten. Sie opferten nicht mehr nur die Erstlinge ihrer Völker wegen der Ehre ihrer Throne, sondern entsendeten Tausende auf die Schlachtfelder, wo ärger gekämpft und gewürgt wurde, als dies einst unter den finstersten Heiden der Fall war. Sie alle waren getauft auf das Wort und den Namen des Herrn und hatten Sein Gesetz: Du sollst nicht töten! Dennoch mordeten sie fortwährend, waren taub, stumm und blind geworden, hörten nicht die Stimmen ihrer armen Brüder, gaben den Fragenden keine Antwort mehr und sahen nicht das große Elend der Elenden. (nach Moses)[10] Die Könige waren keine Menschen mehr, weswegen sie nicht mehr wussten, was ein Mensch ist und welchen Wert er hat; sie waren "Götter", die von ihren Untertanen neben unerschwinglichen Steuern auch eine Anbetung verlangten; in ihrem Handeln glichen sie jenen reißenden Tieren, die sie gewöhnlich in ihrem Wappen führten. Selbst Kettenhunde hatten ein freieres Leben als ihre Untertanen. (nach Helena)[11]
Künstler, Gelehrte und allerlei Forscher reisten haufenweise auf allen möglichen Wegen und Stegen, aber der Zweck ihrer Mühe was das verfluchte Geld, und nicht höherer Gründe: die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten.[12]
Unter Tausenden gab es kaum eine Frau, die nicht durch ihre Putz- und Gefallsucht in einer Sekunde bei hundert Todsünden beging. Schon zehnjährige Mädchen fingen an, ihre Reize zu erkennen und sich in einem Spiegel zu betrachten; wurden sie älter und gewahrten an sich einen nur einigermaßen üppigen Leib, da mochten sie beinahe ganz halbnackt tragen, wenn es nur Mode gewesen und geduldet worden wäre. Was sie sich nicht zu tun getrauten, das taten sie doch vollkommen in ihrem Herzen und studierten und sinnten nur darauf, alle Männer zu verbrennen und zu vergeilen.[13]
Gottesfürchtige und züchtige und dabei auch noch weiblich reizend schönste Jungfrauen hatten ohne Geld vor den Weltmännern keinen Wert. Wenn eine arme Frau aus Gottesliebe keine Hure werden wollte, wurde sie als Irrsinnige betrachtet.[14]
Ehebestimmungen betreffend, war Gott rein überflüssig, denn es galt nicht der Mensch, sondern nur seine Wohlhabenheit; nur das Geld verschaffte den Mädchen Männer und den Junggesellen Weiber. Daher hatte Gott das alles der Welt überlassen und sorge Sich darum nur mehr, falls sich jemand vollernstlich an Ihn wandte und die Welt gänzlich aus dem Spiel ließ.[15] Keine Jungfer hatte mehr eine Liebe. Sie liebte an dem Mann nur, was er hatte oder war; für den Menschen gab sie keinen Heller, geschweige erst ihre starke, eitle Eigenliebe.[16]
Die weltliche Ehre war dem Tod verfallen. Es war zwar nicht schade um sie, denn oft hat sie Brüder gegen Brüder entzündet, und zahllose Kaine erschlugen die Abel. Die Stelle der Ehre hatte das Geld übernommen; wer dieses besaß, dem wurde alles (weltliche) zuteil.[17]
Obwohl das Joch des Herrn sanft und leicht Seine Bürde ist Matth 11.30 wollten sich die Menschen zur Gewinnung des Todes lieber ganze Berge auf ihren Schultern unter dem Druck eines eisernen Jochs gefallen lassen, als nur eine Federflaume des Liebewillens des Herrn. Dies deshalb, weil sie (geistig) tot waren und daher nicht merkten, wie und was sie drückte.[18]
Aus purem Hochmut und bellendster Habsucht zogen Brüder gegen Brüder zu Felde. Jeder wollte weiser sein als der andere. Jeder hielt sich für fehlerfei gegenüber seinem Bruder und zeichnete diesen oft mit allen Farben der Hölle. Besonders schief wurden die irdisch Wohlhabenderen von den Ärmeren angesehen und beurteilt, wozu ein nicht selten zu geiziger Geist der Wohlhabenderen die Veranlassung war. Da aber der Wohlhabende auch stets der Mächtigere ist, und der Ärmere bei ihm Dienste und Brot suchen und ihm dadurch den Vorrang zugestehen muss, so tat er das aber dennoch nicht aus Liebe, sondern aus Not, und es wurmte ihn heimlich nicht selten ganz entsetzlich, dass er seinem Bruder untergeordnet sein und dessen Gebote befolgen musste, während er doch um sehr vieles lieber seinen wohlhabenden Bruder auf jede erdenkliche Art beherrschen wollte.[19]
Hätte der Herr geboten: Beraube einer den andern und schlage ihn dann tot, so würde solch ein Gebot sicher sehr viel Beifall in aller Tätigkeit gefunden haben. Aber sich untereinander zu lieben, wie Er es geboten hat Joh 13.34, das wollte niemand.[20] Wo irgendein Friede war, da bestand er nur aus Furcht vor den Kanonen, Schwertern und Spießen, und nicht weil der Herr sagte: "Selig sind die Friedfertigen, denn sie werden Kinder Gottes heißen." Matth 5.9 Alles zog mit Waffen aus, entweder mit Waffen in der Hand oder mit spitzer und zweischneidiger Zunge.[21]
Das "Richtet nicht, auf dass ihr nicht gerichtet werdet!" Matth 7.1 war gleich einem fünften Rad am Wagen. Es gab Millionen Weltgesetze und Verordnungen, dazu noch gegenseitige bürgerliche Rücksichten, was alles vor den Weltgerichten abgehandelt, beurteilt und verurteilt werden konnte und sogar, politisch genommen, musste. Der Mensch war dem anderen ein stetiger Richter.[22] Es gab zahllos Kerker, angefüllt mit allerlei moralischen Verbrechern, die immer zahlreicher wurden. Die Verbrecher wurden hingerichtet durch Scheiterhaufen, Galgen, Schaffote und vielerlei andere Mordinstrumente.[23]
Gottes- und Nächstenliebe waren schwer zu praktizieren, weil die Menschen schon im Mutterleib durch die Lüsternheit des Fleisches sowohl des Weibes wie des Mannes verdorben wurden in ihrem Gehirn und dadurch später auch in der vollends ordnungsmäßigen Ausbildung der anderen physischen Lebensorgane.[24]
Man verfluchte die Wahrheit der Himmel und floh und verbot das Licht; dafür aber geizte und sorgte man sich um die Schätze der Motten und des Rostes.[25] Das gemeine Volk befand sich im allerblindesten Aberglauben. Man konnte ihnen die absurdesten Wundermärchen erzählen, und sie glaubten sie. Wenn sie diese ihren Nachbarn weitererzählen, setzten sie noch vieles hinzu und verkehrten es noch mehr ins Wunderbare. Von irgendeiner Wahrheit war mit ihnen nichts anzufangen.[26]
Märzrevolution
Der Herr hatte der Erde einen langen Frieden gegeben. Da schliefen die Fürsten, ihre Minister raubten und bedrückten das Volk, und das Volk pfiff und tanzte dabei und vergaß den Herrn samt den Fürsten und Ministern. Der Herr aber schlief nicht und bedrückte nicht und hatte keinen Grund, zu pfeifen und zu tanzen; denn ein wahrer Vater kann nicht jubeln, so eine arge Seuche kommt und ihm ein Kind ums andere tötet. Schließlich war es an der Zeit, der Seuche den Kopf zu zertreten über ganz Europa und die ganze Erde.[27]
Der Herr hatte den Völkern, all den Großen, Mächtigen und Reichen und all den Kaufleuten, Künstlern und Gewerksleuten hinreichend Zeit zur Besserung gegeben durch vielerlei Zeichen wie die kleinen Volksaufstände, kleinere Kriege, tausend Petitionen, Plakate und aller Art Zeitschriften, auch durch Seuchen, örtliche Hungersnöte, durch Geld- und Arbeitsmangel sowie durch Hagelschlag und Überschwemmung. Er hat auch geschehen lassen, dass einige zu hab- und herrschsüchtig harte Könige und Fürsten vom Volk über die Maßen gedemütigt worden sind. Er hat Reichstage angeordnet und die vielen dummen Adelsbriefe zerrissen, hat über die Hure eine scharfe Rute geschwungen und ihre Diener haufenweise auspeitschen lassen. Aber von einer Umkehr zum Herrn war keine Spur. Die Großen und Mächtigen holten sich Rat aus der Hölle und wollten sich durch künstlich erregte Bürgerkriege wieder auf ihren alten Thronen festsetzen, was der Herr aber nicht zuließ, denn ihr Reich der Wollust, Geilheit und Hurerei war zu Ende. Sie sollten verweht werden wie Spreu.[28] Der Herr sendete über ihre stolzen Häupter ein Gericht, desgleichen die Erde noch nicht geschmeckt hatte, weil der Glaube an Ihn und die Liebe zu Ihm und den Mitmenschen gänzlich aus ihren Herzen entschwunden war.[29]
Die Menschen wollten eine rechte Freiheit und keine Sklaverei unter einem eisernen Szepter der Könige. Sie erhoben sich überall, um die Macht der Könige zu brechen. Die Könige sammelten alles was ihnen sklavisch untertan war zu einer großen Streitmacht zusammen; sie schworen jedem Widersacher den Tod und schlachteten die Menschen zu vielen Tausenden ohne alle Gnade. Die Freiwerdenwollenden schrien zum Herrn um Rache wider ihre unbarmherzigen und unverbesserlichen Könige. Und die Könige riefen den Herrn an um den Beistand und um den Sieg wider ihre empörten Völker. Aber mit dem Recht beider Parteien war es nicht weit her; beide wollten herrschen und niemand gehorchen und untertan sein. Half der Herr den Königen, würden diese die alte Finsternis über ihre Völker ausbreiten und der Hass gegen die Geist-Erdrücker würde wachsen. Half Er dem Volk, so würde sich dieses an allen Großen und Machthabern stark rächen und Seine durch Rom sehr verdächtig gemachte Lehre am Ende ganz verbannen und den Völkern eine rein weltliche Lehre wie jene des Ronge geben. Setzte Er alle Regenten ab und legte alle ihre Macht in die Hände der Völker, dann würde jeder herrschen und niemand gehorchen wollen; zwar würde dann eine Demokratie errichtet werden, unter der sich die Völker aber bald die früheren Zustände zurückwünschen würden. So konnte der Herr weder der einen, noch der anderen Partei vollkommen helfen. Wohl hätte Er kraft Seiner ewig unbesiegbaren Macht die Menschen bessern können, wodurch sie aber aufgehört hätten, freie Menschen zu sein und zu menschlichen Tieren umgestaltet worden wären.[30]
Den Reichen, den Künstlern und Kaufleuten (Fabrikanten) und den wohlhabenden Gewerksleuten (alle Gutsbesitzer, große Realitäten- und Bergwerksbesitzer) hatte der Herr Tausende von Armen zugeführt. Aber statt sie mit weichen, mitleidigen Herzen zu empfangen, wies man sie mit Schwert und Feuer von den Türen. Dies schrie um Rache zu Gott. So viele Gulden sie den Armen vorenthielten, ebenso viele Hunderte oder Tausende sollten sie nun mit Gewalt einbüßen. Aber jene, die ihre Herzen nicht von ihren armen Brüder verschlossen hatten, würden auch in den höchsten Stürmen unter Seinen Händen ein sicheres Asyl finden.[31] Am härtesten sollte es die allergefühllosesten Diener der großen Hure (Anm.: römische Kirche) treffen. Sie wollten den Herrn selbst in dieser Zeit nicht erkennen und wiegelten nur das Volk aus ihrer Herrsch- und Habsucht gegen diejenigen auf, die zur Aufrechterhaltung der äußeren Ordnung gestellt waren, sowie gegen die rechten Bekenner des Wort des Herrn. Der Herr Selbst würde nun den Völkern Krone und Szepter und Schwert geben, und diese werden sie hinausfegen wie eine Windmühle die Spreu vom Weizen, und der Herr würde nicht mehr ihr unsinniges Gekrächze hören und sie zugrunde gehen lassen ohne Unterschied. Den wenigen (wirklich) Gläubigen und Wohltätigen im Namen des Herr erwartete hingegen ein schönes Los, so sie beim Herrn verharrten in jenen Tagen der großen Versuchung; sie würde danach keine Versuchung und Prüfung mehr heimsuchen.[32]
Die abgehaltenen Reichstage waren ähnlich den höllischen Reichstagen, durch die alles nur schlechter wird, und ihre Produkte kaum besser als jene. Bei diesen Reichstagen sah es so aus, als säßen lauter sehr gelehrte und intelligente Köpfe beisammen und kontrollierten mit aller Schärfe ihres Verstandes jeden Vorschlag und nahmen ihn nicht eher als rechtskräftig an, als bis er sich an allen gelehrten Köpfen ganz gehörig abgestoßen und abgeschliffen hatte. Tatsächlich aber kamen auf einem Reichstag wenigstens zu einem Drittel die allerpfiffigsten, zu einem Drittel gewöhnlich ganz- und halbdumme und zu einem schwachen Drittel sehr hochmütige, mitunter auch sehr harte und starrsinnige Köpfe zusammen. Die letzteren fanden es unter ihrer, meist aristokratischen Würde, sich mit den Pöbel abzugeben. Dies wussten und benutzten die pfiffigen Köpfe, gaben sich mit demselben ab und gewannen ihn für sich, wodurch ihre Vorschläge mit Mehrheiten angenommen werden mussten, auch wenn sie noch so schlecht wären. Dies führte dann zu rein höllischen Intrigen der Aristokratischen, der eigentliche Reichstagsdeputiertentanz, wo eine Liebe und Eintracht herrschte, wie sie der Satan für seine Zwecken nicht besser wünschen konnte. Entsprechend waren dann die Früchte die elendesten der Welt.[33]
Der Menschen Herzen sahen aus wie die Zeiten mit ihren grauenhaften Erscheinungen. Sie waren voller Herrschsucht, Geiz, Neid, Völlerei, Hurerei, Hader, Zank, Schmähsucht, Raub, Krieg, Mord und Pestilenz jeglicher Art. Der Unfrieden und die Lieblosigkeit und vollste Unbarmherzigkeit hatten sich ihrer bemächtigt. Dadurch kam solch eine Trübsal über die Erde, wie ihresgleichen ebendiese Erde noch nicht getragen, gefühlt und geschmeckt hat. Es war daher nötig, dass dieser trübseligsten Zeit bald ein Ende gesetzt werde, da sonst noch jene, die bisher zu den Auserwählten gezählt wurden, Schiffbruch leiden könnten.[34]
Die Zeit um die Märzrevolution oder überhaupt das 19. Jahrhundert war eine Epoche der besonderen Gnade Gottes. Boten aus den höchsten Himmel durchzogen nach allen Richtungen die unteren und untersten Sphären der finsteren Geisterwelt. Sogar der Herr Selbst tat dies, um die Unglücklichen glücklich zu machen. Auf der Erde und in allen Weltkörpern wurden besondere Propheten und Knechte des Herrn erweckt und gaben den anderen Menschen das Licht und das Wort aus den Himmeln. Aber leider kehrten sich nur wenige daran. Viele lachten den Propheten ins Gesicht, verspotteten sie oder drohten ihnen sogar. Diese Zeit der besonderen Gnade läuft bald ab oder ist schon abgelaufen, worauf den Kindern der Welt und des Gerichtes die besondere, große Gnadenpforte Gottes wieder auf lange hin verschlossen wird bzw. wurde. (nach Paulus)[35]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.211.6-9; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.212.1-3
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.256.4
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.256.2-4
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.218.1-4; Jakob Lorber, Robert Blum 2.220.3
- ↑ Jakob Lorber, Die zwölf Stunden 10.48-52
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.470621.3-5; Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.471121.5-9
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.430116.2
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.470705.2-4
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.80.10-12
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.80.7
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.80.14
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.470705.5
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.2.5-10
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.430127.41
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.480220.2; Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.430128.50-53
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.410314b.7
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.470705.6
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.420816.2
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.142.3
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.420816.8
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.420816.10
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.420818.3
- ↑ Jakob Lorber, Die zwölf Stunden 1.4-5
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.560000.2-3
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.501202.5
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640424.9
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.481230.3
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.481001.2-6
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.481001.9
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.82.9-14; Jakob Lorber, Robert Blum 1.85.8-9
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.481001.7-8
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.481001.14-16
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.490106.2-6
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.490406.8
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.203.12