Korah
Korah, ein Günstling des Herodes, wurde vom Jerusalemer Tempel als der neue Oberste der Pharisäer in Kapernaum und Nazareth bestellt, nachdem Jairus dieses Amt abgelegt hatte.[1]
Geschichte
Wirbel in Nazareth
Korah, der noch lange nicht einmal 30 Jahre alt war und sich das Amt als Oberster erkauft hatte, veranstaltete einen enormen Wirbel in der Synagoge von Nazareth, deren Pharisäer sich zu Jesus bekehrt hatten. (siehe dazu: Zweites Lehrjahr) Roban wies ihn in die Schranken und zeigte ihm auf, wohin sein Treiben führen würde, nämlich zum Abfall von ganz Galiläa vom Judentum. Er erklärte ihm auch, wie sein beabsichtigtes gewaltsames Vorgehen gegen Jesus und seiner sich nun zu Jesus bekennenden Amtsgefährten zu seiner Absetzung und zur Vernichtung von Jerusalem und des dortigen Tempels führen würde. Als ihn Roban auch noch darauf hin wies, dass er und das Volk die Machenschaften der Templer kannten, und sich der neue Oberste sein Amt ganz im Gegensatz zu den Anweisungen von Moses erkauft hatte, da platze Korah beinahe vor Zorn und drohte mit geheimen Anschlägen. Roban drohte ihm darauf mit der Steinigung, weil er sich seine Abstammung von Levi nur erkauft hatte und somit ein Eindringling ins Allerheiligste und ein Gottesbetrüger war. Da wurde der Oberste zumindest zum Schein erträglicher, dafür aber desto erbitterter.[2] Chiwar machte Korah aufmerksam auf die große Macht von Jesus und den Engeln, die Ihn begleiteten, und dass Ihm mächtige Römer wie Lämmer folgten. Es sei sehr unklug, gegen Jesus vorzugehen, was doch davor schon mit allen möglichen Mitteln erfolglos versucht worden war. So wurde der Oberste schließlich sanfter und fing an einzusehen, dass Roban und Chiwar vollkommen recht hatten. Damit war der erste Sturm in der Synagoge gut abgelaufen.[3]
Die Bändigung von Korah
Chiwar berichtete Korah von Jesus als dem Messias und bewies seinen Mut, indem Er mit dem Satan kämpfte und ihn vertrieb, was Korah tief beeindruckte. (siehe dazu: Kampf mit dem Satan) Nun wollte auch er Jesus kennen lernen, hatte sich jedoch beim Volk derart unbeliebt gemacht, dass er sich gar nicht mehr auf die Straße wagen konnte. Chiwar sendete zwölf Herolde aus, die den neuen Obersten beim Volk so günstig anpriesen, dass es darüber bald in lauten Jubel ausbrach und allerlei kostbare Geschenke für ihn vorzubereiten anfing. Als Chiwar mit dem neuen Obersten Jesus schließlich aufsuchen wollte, war dieser jedoch schon abgereist.[4]
Korah war einer jener Menschen, die das am nächsten Tag ganz leicht nehmen, was sie am vorhergehenden Tag erlebt haben, und dessen vergessen, was sie versprochen haben. Daher hatten Chiwar und Roban an jedem Tag eine neue Not mit dem sonst guten Menschen, der immer die Absicht hatte, streng gerecht zu sein und zu handeln, aber dabei stets zwischen allerlei Grundsätzen von Recht und Unrecht hin und her schwankte; denn er fragte stets, was eigentlich "Recht" ist. Auch wenn man ihm tausendmal bewies, dass das eigentliche Recht in nichts anderem bestehen kann, als allein in dem, dass der Mensch nach den Geboten Gottes lebe, so begriff er das heute gründlich und gut; aber am nächsten Tag fand er dann schon wieder eine Menge von Vernunftgründen dagegen. Dem neuen Obersten war noch lange nicht völlig zu trauen und er war auch öfter unerträglich. Am leichtesten brachte ihn Chiwar mit dem Namen Jesu zurecht, dessen Kraft den Obersten am meisten beschäftigte. Borus brachte ihn allzeit auf zumindest einige Tage zurecht, dass er fest an den Namen Jesu glaubte.[5]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.56.5-8; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.83; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.91.5
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.81.2-3; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.83
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.84
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.89; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.90
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.94.20-22